follow me on twitter: www.twitter.com/elchzoneGezwitscher aus einer fernen Welt: [Mehr Getwitscher]

Riesiges Auckland Panorama

Panoramabilder von Städten und Gegenden finde ich immer besonders schön. Gerade weil sie einem doch einen kleinen Rundumblick über eine Gegend geben können, ohne sich dabei in langweiligen Details oder Nahaufnahmen von Kirchen zu verwirren.

Da kommt mir dieses Auckland Panorama von Christian Mehlführer gerade recht. Nicht nur gibt es einem einen schönen Roundhouse-Blick, sondern tut das ganze auch noch in 15,000 × 2,271 Pixeln und ca. 8MB Bildgröße. Das ist also nix für schwache ISDN Leitungen bzw neuseeländische “Breitband” Nutzer.

Übrigens entspricht der Blick von Mt. Eden ganz ganz Grob auch meinem Blick, wenn ich ausm Fenster schaue. Man kann mein Haus auf dem Bild zwar nicht sehen, aber wenn man am linken Rand Richtung Brücke und Marina zoomt, dann kann man jede Menge Gründ sehen, welches von diesen zwei Wohntürmen flankiert ist. Dort ungefähr wohn ich Icon Smile in Riesiges Auckland Panorama
Mein Weg zur Arbeit führt mich täglich über diese Brücke hoch auf die North Shore, von wo aus man einen Super Blick auf City Central hat, jedenfalls wenns Wetter schön ist, so wie heute.

So, einfach auf das Vorschaubild klicken und Auckland in groß sehen.

800px-AucklandPano MC in Riesiges Auckland Panorama

(Quelle)

“The City of Sails: Blick von Mount Eden auf die Harbour Bridge, Westhaven – Die groesste Marina der Suedhalbkugel und Central City mit dem Skytower. Im Hintergrund sieht man Takapuna und Devonport, während rechts im Bild das freistehende Auckland Museum mit dem irgendwann wieder aktiven Vulkan Rangitoto Island im Hintergrund zu sehen ist.”

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23. August 2010 von Michael Zinreich
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New York, Paris, Schwäbisch Gmünd – Und der Herr Schuster

Das Fundstück der Woche kommt heute ausm Facebook. Ich hab das ja mitbekommen, dass Stuttgart 21 jetzt also doch kommt. Ich freue mich nicht, weil ich sicher bin, dass mich das eines Tages voll davon abhalten wird von Schwäbisch Gmünd nach Karlsruhe mitm Zug zu kommen. Eigentlich war der Zug ja deswegen so toll, weil man damit dieser anderen Baustelle names A8 ausm Weg gehen konnte. Wie gehts eigentlich an der voran?

Egal, zumindest schein ich ja nicht der Einzige zu sein, der was gegen dieses Milliardenloch hat.
Im Krieg und in der Liebe ist ja bekanntlich alles erlaubt und es benötigt auch durchaus starke Argumente, um auf seine Ziele aufmerksam zu machen.
Allerdings muss ich sagen, dass mancher Vergleich dann doch zu sehr hinkt, auch wenns mir wirklich gut gefällt, dass Gmünd das Vorbild für die gescheiterten Metropolen dieser Welt sein soll. Icon Smile in New York, Paris, Schwäbisch Gmünd - Und der Herr Schuster
Für wen das nicht überzeugend ist: Gmünd bekommt jetzt schliesslich auch nen Tunnel, so wie Stuttgart, Paris, Frankfurt und New York auch ganz viele haben. Nur überzeugen hier alle Städte mit der Gemeinsamkeit, dass alle dem “Gmünder-Modell” eines “Durchgangs-Tunnels” folgen. Und das Weltweit!
Falls uns aber das Geld, was stark anzunehmen ist, noch vor dem Bauende ausgeht, kann Schwäbisch Gmünd auch hier wieder Maßstäbe setzen und mit dem ersten “Kopftunnel” in einer Metropole auftrumpfen. Danke dafür, lieber Herr Schuster. Icon Smile in New York, Paris, Schwäbisch Gmünd - Und der Herr Schuster

 in New York, Paris, Schwäbisch Gmünd - Und der Herr Schuster

(Danke an Daniela. Quelle)

 in New York, Paris, Schwäbisch Gmünd - Und der Herr Schuster

18. August 2010 von Michael Zinreich
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Jung und Liberal – Die FDP nimmt Angriff auf die Chartspitze

Ich liebe Parteihymnen. Besonders die von sämtlichen Jugendorganisationen. Die Junge Union hatte ich hier schon mal, das waren die hier. Die NPD hat sogar nen richtigen Parteibarden und jetzt sind die Jungen Liberalen aka. Julis auch noch dran mit Hymne singen.
Ich weiss weder, wer sich die Texte ausdenkt, noch wer sich dann dazu erniedrigt diese Lieder zu singen, aber besseren unfreiwilligen Humor gibts an keiner Tankstelle.
Jetzt fehlen mir nur noch Rot, Röter, Grün und Piraten. Dann hätten wir doch auch schon alle Pappenheimer beieinander.

Aber bis dahin kräftig Mitsingen bei “Wir sind juuuuuuuuunnnggg und liiiiiiiiiiiiieeeeberaaaaaal”
Ich glaub ich hörs mir gleich nochmal an.

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17. August 2010 von Michael Zinreich
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Rugby in Neuseeland – Der Haka

Rugby gehört zu Neuseeland wie Bier zum Feschdzeit. Und gerade jetzt, vor dem Rugby World Cup 2011 in Neuseeland spinnen die hier eh alle ein wenig, wenns um diesen Sport geht. Insbesondere dann wenns um ihre Nationalmannschaft die “All Blacks” geht.
Trotz meiner nicht sonderlich vorhandenen Begeisterung Sport zu schauen, komme ich ab und an in die Gelgenheit ein Rugby Match zu schauen, was meistens aber eher daran liegt, dass ich mal wieder in nem Pub war, der zufällig immer dann “Maßkrug 5 Euro Happy Hour” hat, wenn nach 2 Maß, das Spiel angepfiffen wird.

Und ja es macht sogar richtig Spass Rugby zu schauen. Die Spieler sehen alle aus wie Wandschränke, rennen mit ihren 120kg trotzdem schneller als du und dabei dreschen die noch so auf sich ein, dass es wirklich ein Wunder ist wie die das alle nur machen.
Immer wieder eine Besonderheit ist der “Haka” – ein traditioneller Maori Kriegstanz, welcher von den All Blacks brav vor jedem Spiel aufgeführt wird, um dem Gegner ein wenig Respekt einzuflößen. Und wenn man sich diese beiden Videos anschaut, bekommt man den Eindruck, dass es wirklich gut funktioniert. Sollte man beim Handball auch mal einführen Icon Smile in Rugby in Neuseeland - Der Haka

(Sound anmachen nicht vergessen.)

In diesem zweiten Video dauerts ein paar Sekunden bis es los geht. Da muss man den Franzosen halt mal noch kurz ausreden lassen. Naja.

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13. August 2010 von Michael Zinreich
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Klassiker des Tages: Genesis – Land of Confusion

Einfach weils schon den ganzen Morgen rauf und runter läuft und dieser Song in den letzten 24 Jahren kein bisschen an Magie verloren hat. Und selbst die Lyrics stimmen heute noch auf den Punkt genau!
Achja und falls das immer noch nicht reicht. Das Video ist einfach… well… naja die 80er halt Icon Smile in Klassiker des Tages: Genesis - Land of Confusion

Egal. Musik zum Freitag. Genesis – Land of Confusion. Ich hoffe es ist in Deutschland abrufbar.

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13. August 2010 von Michael Zinreich
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Geschichte aus dem Alltag eines Workvisumbeantragers

Ich hab langsam alle Unterlagen für mein Arbeitsvisum zusammen, welches ich brauche, um hier noch länger dieser redlichen Arbeit im Hause Cegedim nachzugehen.
Mal erledigt das nicht wirklich schnell an einem Nachmittag. Da wollen alle möglichen Formulare ausgefüllt werden, Führungszeugnisse beantragt, Konsulare besucht und medizinische Untersuchungen gemacht werden.
Immerhin weiss ich jetzt, dass ich kein Straftäter bin, keine Tuberkulose und sonstige seltsame Krankheiten hab und selbst nach nem Wochenende ohne Schlaf und viel Feierei beste Blutwerte erzeuge. Alles so, wie mans eben von jemand erwartet der 24 Jahre jung ist.

Dass Cegedim den ganzen Ritt auch noch bezahlt, sollte hier nur von nachrangiger Natur sein. Die Rennerei hab ja schliesslich immer noch ich. Zeitintensiv war es also durchaus. Aber nach knapp 4 Wochen Ausfülldauer sollte ich jetzt wirklich ready to go sein.

Deshalb hab ich gestern Abend die ganzen Unterlagen aus dem Büro mitgenommen, um damit heute morgen dann fröhlich bei “Immigration Services” auf der Matte zu stehen und dieses lyrische Meisterwerk zusammen mit 400 Dollar dem Herrn vom Amt zu übergeben. Ich saß also so gestern Abend nach der Arbeit im Bus und träumte wie immer so vor mich hin. “…*träum* … endlich ist das Thema Visum mal vom Tisch … *träum* … wär echt scheisse, wenn ich das jetzt im Bus liegen lassen würde … also auf jedenfall nix liegen lassen! … mhm Donuts …”
Trotz aller Abendteuer ist Busfahren dann manchmal doch erstaunlich entspannend. Besonders wenn so wie an jenem Abend, die Busfahrer so verdächtig gut drauf sind. Naja vielliecht gabs ja ne Gehaltserhöhung.

Auch die letzten 15 Minuten Heimweg waren nicht weiters spektakulär. Ich dachte noch so darüber nach, wann ich morgen aufstehen müsse, um das alles korrekt abzugeben und ob ich auch wirklich alles ausgefüllt hab. “Sehr schön”, kam ich final zu dem Entschluss, “alles passt. Ich bin bereit. Es ist erst 20.30 Uhr. Na dann kann man ja die Stadt heute noch ein wenig unsicher machen.”

In genau diesem Moment erreichte mich eine Textnachricht, welche mich dann noch einmal ein paar Dinge überdenken liess:

“Hi Michael. My Name is Thomas. I’m french but i can speak German and English. I found your paper for a work visa in the bus. You can contact me at this number: XXXXXXX”

Manches mal frage ich mich schon, mit was ich mir dieses Glück verdient habe selbst aus den großen Dummheiten immer noch halbwegs unbeschadet rauszukommen.

Thomas war übrigens ein recht netter Kerl, den ich noch an diesem Abend in der Stadt getroffen hab, um meine Unterlagen wieder freudig entgegen zu nehmen. Macht hier glaub gerade ein Praktikum oder so und kommt aus Strassburg. Ich glaub ich lass die Unterlagen nochmal im Bus liegen. Das nächste mal findet sie bestimmt meine Traumfrau.

Übrigens hat “Immigration Services” meine Unterlagen heute nicht angenommen. Das Police Certificate war nicht ins Englische übersetzt worden. Das hab ich heute dann aber gleich erledigen lassen. Greifen wir morgen also noch mal von vorne an.

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12. August 2010 von Michael Zinreich
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Endlich die Lösung im Kampf gegen Pädophile gefunden: Trollen statt Sperren

Anstatt sich wieder und immer wieder von CDU/FDP,SPD und BDK Forderungen nach einer Sperrinfrastruktur anhören zu müssen, weil man damit ja angeblich so viele Kinder vor den bösen Kinderschändern retten kann, sollte man sich lieber mal im Ausland kundig machen, wie man hier diese Probleme so angeht.
Mein bisher bevorzugter Ansatz wird hier in Neuseeland und Australien praktiziert.
Kriminalbeamte geben sich als Kinder aus und bieten sich in Chats und Foren potentiellen Pädophilen an. Natürlich wird dabei schon geschickt vorgegangen:

Waugh made a connection by researching teen behaviour. He mimicked teen chatroom styles, keeping up to date on music and entertainment trends through his own children.

Ja und am Ende schnappt die Falle dann zu, sobald der Täter sich auf den Weg zum Date mit dem angeblichen kleinen Mädchen macht. Dann landet der Bösewicht im Knast und sein Name wird zusammen mit Bild in der Tageszeitung veröffentlicht, damit auch jeder weiss, wer das Schwein ist.
4Chan und Anonymous machen das eigentlich seit Jahren schon so und ist nichts anderes, als die gepflegte Kultur des “Trollens”. (Siehe Wikipedia für den Begriff des “Internettrolls“)
Und deshalb sollte die neueste Prämisse der Bundesregierung im Kampf gegen Kinderpornographie und Pädophile lauten: “Trollen statt sperren”!
Ich wäre dafür.

Die ganze Geschichte kann man im New Zealand Herald nachlesen:

Link: Baiting internet paedophiles – NZ Herald

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10. August 2010 von Michael Zinreich
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Danke Abi…

Danke Abi. Es ist immer gut jemandem melancholische Reiselieder zu schicken. Besonders dann, wenns in Neuseeland Winter ist und dauernd regnet und so Lieder dann immer so wiederlich recht haben müssen. :-p
Trotzdem guter Track.

Pohlmann – Zwischen Heimweh und Fernsucht:

 in Danke Abi...

7. August 2010 von Michael Zinreich
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Abenteuer gesucht? Fahr doch Bus!

Langsam aber sicher gewöhne ich mich an Auckland. An die Arbeit, an den Alltag und all das was man eben so macht, wenn man sich plötzlich mit Verpflichtungen konfrontiert sieht. Ja ich kann nicht gerade behaupten, dass die letzten Wochen viel Action zu bieten hatten. Jedenfalls nichts, was Nicht-Informatiker als Action bezeichnen würden.
Und leider ist Auckland eine Pussy unter den Großstädten. Keine Gewalt, keine Problemviertel, nichts. Viel Abenteuer ist also nicht geboten.
Das führt dann ja schon fast dazu, dass man beginnt im Großstadt Dschungel verzweifelt nach Abenteuern zu suchen, ja sie heraufzubeschwören. Bis es dann endlich klappt und etwas passiert. In meinem Fall hat Auckland aber nichts besseres zu tun, als mir ein verkorkstes Bussystem als herausforderung zu überlassen.
Wirklich, das ist schwach. Nicht nur, dass es per se ein eher minderes Abenteuer darstellt, auch ists eher nervig als spassig, weil der ÖPNV im deutschen Verständnis halt zuverlässig auf die letzte Minute sein muss. Und wenn er das nicht ist, wirds nicht spannend, sondern nur nervig.

Trotzdem verdient der Busverkehr in Auckland ein paar Bemerkungen.

Zu allererst: In Auckland gibts nur Busse. Keine S-Bahn, keine U-Bahn, keine Fahrradwege. Es gibt zwar noch so etwas wie einen gescheiterten Versuch einer Regionalbahn, aber nachdem in den 80er Jahren diese privatisiert wurde, hat sich an deren System nichts mehr getan. Das kann man also vergessen. Außerdem fährt die nur nach Henderson, einem Stadtteil in Westauckland. Und da will eh keiner hin.

Busway-zone-map in Abenteuer gesucht? Fahr doch Bus!
North Auckland Bus Routes: Was man hier sieht ist der nördliche Teil von Auckland. Ich steige ungefähr dort ein, wo Britomart steht und steige dort das erste mal wieder aus, wo Constellation steht. Das sind ungefähr 25 Minuten Busfahren.

Das Bussystem ist selbstverständlich nicht einheitlich. Es wird von 6 verschiedenen Betrieben geführt, die entweder alle in die selbe Richtung oder gar nicht in deine Richtung fahren. So einfach ist das.
Natürlich gibt jeder Betrieb seine eigenen Fahrpläne raus, so dass man nur mit intensivem Broschürenstudium rausfinden kann, wie man eigentlich an sein gewünschtes Ziel kommt.
Immerhin haben sich 5 von 6 Betrieben dazu entschlossen ein gemeinsames Monatsticket herauszugeben. Dieses gilt dann Aucklandweit, umfasst mehr Gegenden als du haben willst und ist so teuer, dass du es nicht kaufen willst.
Die Alternative besteht darin das Monatsticket einzeln von jedem der Busbetriebe zu kaufen. Aber das kostet dann noch mehr und gilt nur auf der Strecke, die man wirklich benutzen möchte.
Der 6. Betrieb, der nicht mit den anderen unter einer Decke steckt ist übrigens der, mit dem ich fahren muss. Wenn man also diese Gesellschaft mit den anderen Betrieben auf seiner Route kombinieren müsste, würde es selbstverständlich noch teurer werden.
Achja, nur damit das mal so deutlich wird: Die Tickets kosten alle so zwischen 150 bis 250 Dollar. Und die meisten Leute brauchen mehr als eines davon.

Immerhin brauche ich nur eines für 155 Dollar im Monat. Damit kann ich leben.

Constellation02 in Abenteuer gesucht? Fahr doch Bus!
Constellation Bus Station: An diesem Verteiler schmeisst mich der Northern Express täglich raus. Bis hierhin ist Busfahren leicht. Jetzt beginnt aber das grosse Rätselraten über die Zuverlässigkeit der Busse. Übrigens sieht die Haltestelle in Wahrheit nicht so idyllisch aus. Was auf dem Bild nämlich wegretuschiert wurde, sind die ganzen Überwachungskameras.

Auch meine Busstrecke ist relativ locker. Ich fahr über die Harbour Bridge nach Norden und geniesse die extra Busspur auf dem Highway, so dass ich immer schön am Dauerstau vorbei fahren kann. Das ist schön. In North Shore angekommen, steige ich um in einen kleineren Bus und 5 Minuten später bin ich auf der Arbeit.
Soweit die Theorie jedenfalls.
Meistens komme ich jedoch später an, als ich das erwartet habe. Und das liegt hauptsächlich an 3 Faktoren:

1. Busfahrpläne sind nur Vorschläge für die Busfahrer. Keiner sagt, dass deswegen der Bus um die Zeit dann auch ankommt. Na gut, wartet man eben ein paar Minuten, was solls. Das Problem hierbei ist nur: Vorschlag bedeutet auch, dass es nicht mal sicher ist, ob der Bus überhaupt kommt.

2. Der “Bus Stopping”-Knopf ist Schrödingers Katze von Auckland. Ob der Bus wirklich anhält oder nicht, weiß man erst, wenn er an deiner Haltestelle vorbeigefahren ist.

3. Die Beschriftung auf dem Bus mit seiner Fahrzeugnummer und seinem Ziel kann sich im Minutentakt ändern. Aus dem 887 nach Rosedale wird da ganz schnell mal der 886 nach Browns Bay. Hat den Vorteil, dass es dort einen wirklich schönen Strand hat. Hilft einem im Neuseeländischen Winter bei strömendem Regen und 12 Grad, morgens um 9 Uhr leider nur nicht besonders.

Ja das sind mal so die größten Hindernisse, die einem hier beim Busfahren so auffallen. Dass an Bushaltestellen, sofern sie denn als solche gekennzeichnet sind, nie die Fahrpläne hängen, die an dieser Haltestelle gelten, sondern an einer anderen, erscheint völlig unwichtig im Angesichts der Tatsache, dass man ja eh nie weiss wohin der nächste nicht kommende Bus fährt.

Aber auch wenn einem da das deutsche zuverlässigkeitsverwöhnte Herz blutet, so übt man sich doch in Toleranz, schliesslich findet man die “Laid back”-Attitude der Kiwis an so vielen anderen Stellen ganz toll und deswegen sollte man das nicht zu eng sehen. Da verzeiht man dem Busfahrer auch mal einen Zwischenstop beim Bäcker. Schliesslich ist nur ein satter Busfahrer auch ein glücklicher Busfahrer.

 in Abenteuer gesucht? Fahr doch Bus!

6. August 2010 von Michael Zinreich
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Eine kleine Geschichte für alle jungen Eltern und die, die es noch werden wollen

Ich weiss noch nicht, ob ich mal Kinder haben will. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Wichtig ist es für mich momentan nicht wirklich, was aber nicht bedeutet, dass ich keine Meinung zu diesem Thema hätte. Dennoch würde ich mich nie dazu ereifern Eltern einen Ratschlag über ihre Erziehung geben zu wollen, woher sollte ich auch mein Wissen nehmen.
Eigentlich ists ja eh immer ein Trial and Error und jeder versuchts nach bestem Wissen und Gewissen. Das erste Kind ist meist das schwerste und man lernt ja schliesslich auch dazu.
Trotzdem erscheint es mir manchmal so, dass einige Eltern doch zu gute Absichten haben, um aus ihrem Sprössling etwas werden zu lassen und ihm dennoch maximalen Schutz zu gewähren.

In der FAZ war ein wunderbarer Artikel über Erziehung im Prezlauer Berg. Eine fiktive Geschichte, aus der Sicht eines Erwachsenen, der in einer Retrospektive über seine Berliner Erziehung im Jahr 2010 berichtet.
Ich weiss vor lauter Zustimmung zu seinen Argumenten gar nicht genau, welchen Satz ich zitieren soll, aber ich denke, dass der folgende Abschnitt einer der zutreffensten ist:

Als Erwachsener sehe ich jetzt, dass die Sehnsucht meiner Eltern alles richtig zu machen mit der Angst einherging, irgendetwas falsch zu machen. Als Kind dagegen hätte mir oft schon eine klare Antwort genügt. Aber wenn ich eine Frage hatte, schlugen sie in einem Erziehungsbuch nach oder fragten einen Arzt oder einen Experten, oder sie fragten mich. Ich weiß noch, wie sie mich fast jedes Wochenende vor die Wahl stellten, was wir unternehmen könnten, und wie ich sie jedes Mal fragte: „Was würdet ihr sagen?“ Aber sie überließen die Entscheidung immer mir, bis ich mich wütend auf den Boden warf. Ich war doch erst acht Jahre alt, ich wäre überallhin mitgekommen.

Aber wie gesagt, lest euch den Artikel durch. Wie ich finde, wirklich einer der besten, die man zu dem Thema finden kann. Jedefalls aus der Sicht eines kinderlosen, bis vor kurzem arbeitslosen, durch die Welt streunenden Mittzwanziger Icon Smile in Eine kleine Geschichte für alle jungen Eltern und die, die es noch werden wollen

Link: FAZ.NET: Das war unsere Erziehung – Wir Kinder vom Prenzlauer Berg

Wer das gelesen hat, sollte sich unbedingt auch den Text “Wir sind Helden” durchlesen, den ich hier schon einmal gepostet habe. Dieser skizziert in überspitzter Weise die Situation aller, die vor 1986 geboren wurden. Journalistisch nicht wirklich hilfreich, aber dafür um so unterhaltsamer. Ist auch nicht so lang, wie der FAZ Artikel. Zum Glück hab ich da noch dazugehört.

 in Eine kleine Geschichte für alle jungen Eltern und die, die es noch werden wollen

5. August 2010 von Michael Zinreich
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