Alte Halbwahrheiten und archiviertes Weltwissen


Erdbeben und so…

Scheint ja inzwischen auch bis nach Deutschland durchgedrungen zu sein, dass es in Christchurch ein Erdbeben gab. Gluecklicherweise scheinen die Schaeden sich halbwegs in Grenzen zu halten, obwohl das Beben ja doch verhaeltnismaessig stark war.

Fuer die Elendstouristen unter euch, hier ist ne Bildergallerie beim NZHerald:

Link: NZHerald – Christchurch Earthquake

Aber insgesamt scheint dieses Wochenende nicht besonders gut fuer Neuseeland zu sein.
Es hat sich naemlich noch eine andere Sache ereignet, die besorgten Daheimgebliebenen insbesondere Eltern, mehr Sorgen machen sollte.
Beim Fox Glacier ist ein Flugzeug in Rauch aufgegangen, welches von einer Skydive Firma betrieben wird. Da irgendwie so ziemlich jeder der nach Neuseeland kommt, einen Skydive zu machen scheint, sollte diese Mail von groesserer Brisanz sein.

Link: BBC News – Nine dead in New Zealand skydive plane crash

Da ich noch keinen Skydive gemacht hab, aber durchaus mit dem Gedanken spiele es zu machen, gehoere ich nun eben auch zu dieser gefaehrdeten Gruppe. Mal sehen ob in Zukunft alle weiterhin so sorglos ueber Skydiven reden werden.

Angesichts solcher schlechter Nachrichten erscheinen die Probleme in Auckland schon fast vernachlaessigbar. South Auckland hat seinen Verkehrskollaps halbwegs ueberstanden, welcher aufgrund einer Autobahn Vollsperrung aufgetreten ist und seit Wochen davor gewarnt wurde.
Und ich…? ich lag mit Fieber und Schuettelfrost im Bett, anstatt das besser werdende Wetter zu geniessen. Aber so schlimm war diese Zwangspause nun auch wieder nicht. So hatte ich immerhin genug Zeit, um Nachrichten aus Gegenden zu lesen, wo es den Menschen schlechter geht als mir… Christchurch, Fox Glacier, Westdeutschland…


5. September 2010 von Michael Zinreich
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Riesiges Auckland Panorama

Panoramabilder von Städten und Gegenden finde ich immer besonders schön. Gerade weil sie einem doch einen kleinen Rundumblick über eine Gegend geben können, ohne sich dabei in langweiligen Details oder Nahaufnahmen von Kirchen zu verwirren.

Da kommt mir dieses Auckland Panorama von Christian Mehlführer gerade recht. Nicht nur gibt es einem einen schönen Roundhouse-Blick, sondern tut das ganze auch noch in 15,000 × 2,271 Pixeln und ca. 8MB Bildgröße. Das ist also nix für schwache ISDN Leitungen bzw neuseeländische “Breitband” Nutzer.

Übrigens entspricht der Blick von Mt. Eden ganz ganz Grob auch meinem Blick, wenn ich ausm Fenster schaue. Man kann mein Haus auf dem Bild zwar nicht sehen, aber wenn man am linken Rand Richtung Brücke und Marina zoomt, dann kann man jede Menge Gründ sehen, welches von diesen zwei Wohntürmen flankiert ist. Dort ungefähr wohn ich Icon Smile in
Mein Weg zur Arbeit führt mich täglich über diese Brücke hoch auf die North Shore, von wo aus man einen Super Blick auf City Central hat, jedenfalls wenns Wetter schön ist, so wie heute.

So, einfach auf das Vorschaubild klicken und Auckland in groß sehen.

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(Quelle)

“The City of Sails: Blick von Mount Eden auf die Harbour Bridge, Westhaven – Die groesste Marina der Suedhalbkugel und Central City mit dem Skytower. Im Hintergrund sieht man Takapuna und Devonport, während rechts im Bild das freistehende Auckland Museum mit dem irgendwann wieder aktiven Vulkan Rangitoto Island im Hintergrund zu sehen ist.”


23. August 2010 von Michael Zinreich
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Rugby in Neuseeland – Der Haka

Rugby gehört zu Neuseeland wie Bier zum Feschdzeit. Und gerade jetzt, vor dem Rugby World Cup 2011 in Neuseeland spinnen die hier eh alle ein wenig, wenns um diesen Sport geht. Insbesondere dann wenns um ihre Nationalmannschaft die “All Blacks” geht.
Trotz meiner nicht sonderlich vorhandenen Begeisterung Sport zu schauen, komme ich ab und an in die Gelgenheit ein Rugby Match zu schauen, was meistens aber eher daran liegt, dass ich mal wieder in nem Pub war, der zufällig immer dann “Maßkrug 5 Euro Happy Hour” hat, wenn nach 2 Maß, das Spiel angepfiffen wird.

Und ja es macht sogar richtig Spass Rugby zu schauen. Die Spieler sehen alle aus wie Wandschränke, rennen mit ihren 120kg trotzdem schneller als du und dabei dreschen die noch so auf sich ein, dass es wirklich ein Wunder ist wie die das alle nur machen.
Immer wieder eine Besonderheit ist der “Haka” – ein traditioneller Maori Kriegstanz, welcher von den All Blacks brav vor jedem Spiel aufgeführt wird, um dem Gegner ein wenig Respekt einzuflößen. Und wenn man sich diese beiden Videos anschaut, bekommt man den Eindruck, dass es wirklich gut funktioniert. Sollte man beim Handball auch mal einführen Icon Smile in

(Sound anmachen nicht vergessen.)

In diesem zweiten Video dauerts ein paar Sekunden bis es los geht. Da muss man den Franzosen halt mal noch kurz ausreden lassen. Naja.


13. August 2010 von Michael Zinreich
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Geschichte aus dem Alltag eines Workvisumbeantragers

Ich hab langsam alle Unterlagen für mein Arbeitsvisum zusammen, welches ich brauche, um hier noch länger dieser redlichen Arbeit im Hause Cegedim nachzugehen.
Mal erledigt das nicht wirklich schnell an einem Nachmittag. Da wollen alle möglichen Formulare ausgefüllt werden, Führungszeugnisse beantragt, Konsulare besucht und medizinische Untersuchungen gemacht werden.
Immerhin weiss ich jetzt, dass ich kein Straftäter bin, keine Tuberkulose und sonstige seltsame Krankheiten hab und selbst nach nem Wochenende ohne Schlaf und viel Feierei beste Blutwerte erzeuge. Alles so, wie mans eben von jemand erwartet der 24 Jahre jung ist.

Dass Cegedim den ganzen Ritt auch noch bezahlt, sollte hier nur von nachrangiger Natur sein. Die Rennerei hab ja schliesslich immer noch ich. Zeitintensiv war es also durchaus. Aber nach knapp 4 Wochen Ausfülldauer sollte ich jetzt wirklich ready to go sein.

Deshalb hab ich gestern Abend die ganzen Unterlagen aus dem Büro mitgenommen, um damit heute morgen dann fröhlich bei “Immigration Services” auf der Matte zu stehen und dieses lyrische Meisterwerk zusammen mit 400 Dollar dem Herrn vom Amt zu übergeben. Ich saß also so gestern Abend nach der Arbeit im Bus und träumte wie immer so vor mich hin. “…*träum* … endlich ist das Thema Visum mal vom Tisch … *träum* … wär echt scheisse, wenn ich das jetzt im Bus liegen lassen würde … also auf jedenfall nix liegen lassen! … mhm Donuts …”
Trotz aller Abendteuer ist Busfahren dann manchmal doch erstaunlich entspannend. Besonders wenn so wie an jenem Abend, die Busfahrer so verdächtig gut drauf sind. Naja vielliecht gabs ja ne Gehaltserhöhung.

Auch die letzten 15 Minuten Heimweg waren nicht weiters spektakulär. Ich dachte noch so darüber nach, wann ich morgen aufstehen müsse, um das alles korrekt abzugeben und ob ich auch wirklich alles ausgefüllt hab. “Sehr schön”, kam ich final zu dem Entschluss, “alles passt. Ich bin bereit. Es ist erst 20.30 Uhr. Na dann kann man ja die Stadt heute noch ein wenig unsicher machen.”

In genau diesem Moment erreichte mich eine Textnachricht, welche mich dann noch einmal ein paar Dinge überdenken liess:

“Hi Michael. My Name is Thomas. I’m french but i can speak German and English. I found your paper for a work visa in the bus. You can contact me at this number: XXXXXXX”

Manches mal frage ich mich schon, mit was ich mir dieses Glück verdient habe selbst aus den großen Dummheiten immer noch halbwegs unbeschadet rauszukommen.

Thomas war übrigens ein recht netter Kerl, den ich noch an diesem Abend in der Stadt getroffen hab, um meine Unterlagen wieder freudig entgegen zu nehmen. Macht hier glaub gerade ein Praktikum oder so und kommt aus Strassburg. Ich glaub ich lass die Unterlagen nochmal im Bus liegen. Das nächste mal findet sie bestimmt meine Traumfrau.

Übrigens hat “Immigration Services” meine Unterlagen heute nicht angenommen. Das Police Certificate war nicht ins Englische übersetzt worden. Das hab ich heute dann aber gleich erledigen lassen. Greifen wir morgen also noch mal von vorne an.


12. August 2010 von Michael Zinreich
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Danke Abi…

Danke Abi. Es ist immer gut jemandem melancholische Reiselieder zu schicken. Besonders dann, wenns in Neuseeland Winter ist und dauernd regnet und so Lieder dann immer so wiederlich recht haben müssen. :-p
Trotzdem guter Track.

Pohlmann – Zwischen Heimweh und Fernsucht:


7. August 2010 von Michael Zinreich
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Abenteuer gesucht? Fahr doch Bus!

Langsam aber sicher gewöhne ich mich an Auckland. An die Arbeit, an den Alltag und all das was man eben so macht, wenn man sich plötzlich mit Verpflichtungen konfrontiert sieht. Ja ich kann nicht gerade behaupten, dass die letzten Wochen viel Action zu bieten hatten. Jedenfalls nichts, was Nicht-Informatiker als Action bezeichnen würden.
Und leider ist Auckland eine Pussy unter den Großstädten. Keine Gewalt, keine Problemviertel, nichts. Viel Abenteuer ist also nicht geboten.
Das führt dann ja schon fast dazu, dass man beginnt im Großstadt Dschungel verzweifelt nach Abenteuern zu suchen, ja sie heraufzubeschwören. Bis es dann endlich klappt und etwas passiert. In meinem Fall hat Auckland aber nichts besseres zu tun, als mir ein verkorkstes Bussystem als herausforderung zu überlassen.
Wirklich, das ist schwach. Nicht nur, dass es per se ein eher minderes Abenteuer darstellt, auch ists eher nervig als spassig, weil der ÖPNV im deutschen Verständnis halt zuverlässig auf die letzte Minute sein muss. Und wenn er das nicht ist, wirds nicht spannend, sondern nur nervig.

Trotzdem verdient der Busverkehr in Auckland ein paar Bemerkungen.

Zu allererst: In Auckland gibts nur Busse. Keine S-Bahn, keine U-Bahn, keine Fahrradwege. Es gibt zwar noch so etwas wie einen gescheiterten Versuch einer Regionalbahn, aber nachdem in den 80er Jahren diese privatisiert wurde, hat sich an deren System nichts mehr getan. Das kann man also vergessen. Außerdem fährt die nur nach Henderson, einem Stadtteil in Westauckland. Und da will eh keiner hin.

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North Auckland Bus Routes: Was man hier sieht ist der nördliche Teil von Auckland. Ich steige ungefähr dort ein, wo Britomart steht und steige dort das erste mal wieder aus, wo Constellation steht. Das sind ungefähr 25 Minuten Busfahren.

Das Bussystem ist selbstverständlich nicht einheitlich. Es wird von 6 verschiedenen Betrieben geführt, die entweder alle in die selbe Richtung oder gar nicht in deine Richtung fahren. So einfach ist das.
Natürlich gibt jeder Betrieb seine eigenen Fahrpläne raus, so dass man nur mit intensivem Broschürenstudium rausfinden kann, wie man eigentlich an sein gewünschtes Ziel kommt.
Immerhin haben sich 5 von 6 Betrieben dazu entschlossen ein gemeinsames Monatsticket herauszugeben. Dieses gilt dann Aucklandweit, umfasst mehr Gegenden als du haben willst und ist so teuer, dass du es nicht kaufen willst.
Die Alternative besteht darin das Monatsticket einzeln von jedem der Busbetriebe zu kaufen. Aber das kostet dann noch mehr und gilt nur auf der Strecke, die man wirklich benutzen möchte.
Der 6. Betrieb, der nicht mit den anderen unter einer Decke steckt ist übrigens der, mit dem ich fahren muss. Wenn man also diese Gesellschaft mit den anderen Betrieben auf seiner Route kombinieren müsste, würde es selbstverständlich noch teurer werden.
Achja, nur damit das mal so deutlich wird: Die Tickets kosten alle so zwischen 150 bis 250 Dollar. Und die meisten Leute brauchen mehr als eines davon.

Immerhin brauche ich nur eines für 155 Dollar im Monat. Damit kann ich leben.

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Constellation Bus Station: An diesem Verteiler schmeisst mich der Northern Express täglich raus. Bis hierhin ist Busfahren leicht. Jetzt beginnt aber das grosse Rätselraten über die Zuverlässigkeit der Busse. Übrigens sieht die Haltestelle in Wahrheit nicht so idyllisch aus. Was auf dem Bild nämlich wegretuschiert wurde, sind die ganzen Überwachungskameras.

Auch meine Busstrecke ist relativ locker. Ich fahr über die Harbour Bridge nach Norden und geniesse die extra Busspur auf dem Highway, so dass ich immer schön am Dauerstau vorbei fahren kann. Das ist schön. In North Shore angekommen, steige ich um in einen kleineren Bus und 5 Minuten später bin ich auf der Arbeit.
Soweit die Theorie jedenfalls.
Meistens komme ich jedoch später an, als ich das erwartet habe. Und das liegt hauptsächlich an 3 Faktoren:

1. Busfahrpläne sind nur Vorschläge für die Busfahrer. Keiner sagt, dass deswegen der Bus um die Zeit dann auch ankommt. Na gut, wartet man eben ein paar Minuten, was solls. Das Problem hierbei ist nur: Vorschlag bedeutet auch, dass es nicht mal sicher ist, ob der Bus überhaupt kommt.

2. Der “Bus Stopping”-Knopf ist Schrödingers Katze von Auckland. Ob der Bus wirklich anhält oder nicht, weiß man erst, wenn er an deiner Haltestelle vorbeigefahren ist.

3. Die Beschriftung auf dem Bus mit seiner Fahrzeugnummer und seinem Ziel kann sich im Minutentakt ändern. Aus dem 887 nach Rosedale wird da ganz schnell mal der 886 nach Browns Bay. Hat den Vorteil, dass es dort einen wirklich schönen Strand hat. Hilft einem im Neuseeländischen Winter bei strömendem Regen und 12 Grad, morgens um 9 Uhr leider nur nicht besonders.

Ja das sind mal so die größten Hindernisse, die einem hier beim Busfahren so auffallen. Dass an Bushaltestellen, sofern sie denn als solche gekennzeichnet sind, nie die Fahrpläne hängen, die an dieser Haltestelle gelten, sondern an einer anderen, erscheint völlig unwichtig im Angesichts der Tatsache, dass man ja eh nie weiss wohin der nächste nicht kommende Bus fährt.

Aber auch wenn einem da das deutsche zuverlässigkeitsverwöhnte Herz blutet, so übt man sich doch in Toleranz, schliesslich findet man die “Laid back”-Attitude der Kiwis an so vielen anderen Stellen ganz toll und deswegen sollte man das nicht zu eng sehen. Da verzeiht man dem Busfahrer auch mal einen Zwischenstop beim Bäcker. Schliesslich ist nur ein satter Busfahrer auch ein glücklicher Busfahrer.


6. August 2010 von Michael Zinreich
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Ein Hotel geht auf Reise

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Was man hier sehen kann ist ein altes Hotel mitten in Auckland am Victoria Park. Wahrscheinlich ist das aus der richtig guten alten Zeit. Man darf nicht vergessen dass Neuseeland ein junges Land ist und somit alles aus dem 19 Jahrhundert behandelt wird wie Gebäude bei uns aus der Zeit der Staufer oder so.
Aber gerade in Auckland ist die Zeit im Wandel und der ständig wachsende Verkehr fordert eben ständig neue Straßen.

Deshalb wird hier gerade nach Dekaden der Planung ein Tunnel unter der Stadt gebaut. Schildbürgern und Schwäbisch Gmündern mag das szenario durchaus bekannt vorkommen und damit auch die Tatsache dass hierzu meist ein paar alte Häuser dem Bagger zum Opfer fallen.
So hätte es auch mit diesem alten Hotel passieren sollen, weil aber irgendjemand sich gewehrt hat wird das Gebäude jetzt einfach ein paar Meter nach Rechts verschoben.

Keine Ahnung ob das für die Bauigel ein Problem darstellt, aber eigentlich kommt sowas doch immer nur bei Pro7 auf Galileo der ehemaligen pseudo Wissenschaftssendung. Anyway, für mich liegt das Spektakel auf dem Weg zur Arbeit und so werd ich die nächsten Tage und Wochen das Hotel hoffentlich auf seiner ersten Reise ein wenig beobachten können. Nach all den Reisenden die in den Nächten vergangener Jahrzehnte von ihren Abenteuern erzählten, sollte das alte Gebäude ja genug Erfahrung haben, um zu wissen, was es für einen schönen Trip braucht. Na dann mal gute Reise.


21. Juli 2010 von Michael Zinreich
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Erstes Gehalt bekommen

Whey, hab heute mein erstes Neuseeländisches Gehalt überwiesen bekommen. Wohoo, für irgendwas war es doch gut, dass ich im Dezember dieses Konto angelegt hatte. Fühlt sich irgendwie gut an, auch wenn ich für das Geld noch nicht viel gearbeitet hab, muss ich zugeben Icon Smile in

Naja wollt ich nur mal mitgeteilt haben. ^^


16. Juli 2010 von Michael Zinreich
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Feuerschutz Fail!!!

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Oh man! Da war der Typ vom Tüv wohl gerade pinkeln als dieses Gebäude abgenommen wurde. Immer beruhigend wenn die Wasseranschlüsse für die Feuerwehr gut durch das Geländer geschützt sind! Wo kämen wir denn dahin wenn da am Ende jemand ran müsste.

Insgesamt beschreibt dieses Bild ein klein wenig den Eindruck den man vom Neuseelands do it yourself einstellung manchmal bekommt: "gewollt aber nicht gekonnt" und "schwach begonnen und dann stark nachgelassen" Icon Smile in

*Facepalm*


14. Juli 2010 von Michael Zinreich
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Jetzt ists erst mal vorbei mitm Spass…

Ist ja schon ein wenig durchgeklungen bei manchen, dass ich angeblich Arbeit gefunden habe.
Und ja, stimmt auch, nach einem Monat doch relativ intensiver Arbeitssuche und mehreren Interview Stages, hab ichs wirklich geschafft einen Arbeitgeber zu finden.

Anstatt aber bei der Navy angeheuert oder in einer Brauerei eingecheckt zu haben, bin ich jetzt ganz schnoede mal wieder als Software Entwickler am Start.
Nicht spektakulaer, aber dafuer menschenwuerdig bezahlt und der Drehstuhl ist auch bequem.

Ausserdem haben die mir doch tatsaechlich so etwas wie einen unbefristeten Arbeitsvertrag gegeben, was so viel bedeuten koennte, dass ich hier solange bleiben koennte, bis ich wegen Filesharing gefeuert werde oder im Meer betrunken versinke.

Aber keine Sorge, das hab ich ja gar nicht vor. Ein wenig vernuenftige Erfahrung mit dieser Firma zu sammeln, ist allerdings dann auch keine schlechte Idee, schliesslich bekommt man solch eine Chance fuer eine Existenz am anderen Ende der Welt auch nicht jeden Tag geboten.

Nun gut, jetzt befinde ich mich ja erst mal in einer 3-Monatigen Probezeit, in der ich genug Zeit hab rauszufinden, obs mir hier gefaellt oder nicht. Bis dahin mach ich auch noch gar keine weiteren Zusagen fuer zukuenftige Planungen.

Da ja stets die Frage im Raum steht, wann ich denn endlich wieder komme, antworte ich hierauf einfach mal: “Wenn ich in 3 Monaten hier nicht mehr arbeiten sollte, bin ich zu Weihnachten daheim.”

Ok, wo arbeite ich denn jetzt?
Die Firma heisst “Cegedim” und hat ihren Hauptsitz in Frankreich. Ca. 8000 arme Seelen haben unter deren Dach eine Bleibe gefunden und versuchen jetzt gemeinsam fuer die Pharmaindustrie ein Customer-Relationship System zu entwickeln, welches den Aerzten irgendwann mal die ganzen gefaehrlichen Medikamente andrehen soll.
Die Moral des Ganzen moechte ich lieber nicht hinterfragen, aber wie heissts so schoen, ich war jung und brauchte das Geld. Ausserdem kann man so seinen Feind auch mal naeher kennenlernen. Hehe.
Entwickelt wird hier uebrigens in C#/.NET. Als ich bei 1&1 angefangen habe, hab ich auch gegen diese Technologie entwickelt und moechte diese Zeit auch als die schoenste bei 1&1 bezeichnen.
(Moegen mich Blitze treffen, fuer manche Abteilungsentscheidung, die ich danach so getroffen habe.)

Das Neuseelaendische Team besteht allerdings nur aus einer kleinen ca. 20 Mann Truppe und befindet sich in Auckland North Shore. Die meisten muessen in so Cubicals sitzen (kennt ihr aus den US Filmen) aber ich hab ein richtiges 4 Mann Buero bekommen. Also natuerlich mit drei anderen Leuten Icon Smile in

Macht soweit schon mal nen ganz guten Eindruck. Und damit ihr seht wie es da aussieht, und wie ich inzwischen mit abrasiertem Pornobalken aussehe, gibts ein Bildchen:

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Aufgeraumt: Noch siehts halbwegs sauber aus an meinem Arbeitsplatz... und nein, was ihr auf dem Bildschirm erkennen koennt, ist nicht das StudiVz sondern aeeeehhhh Arbeit... harte Arbeit

Ok wie gehts hier jetzt nun weiter?
Ich wohne momentan noch im Hostel. Das ist nicht weiters schlimm, weils sehr schoen dort ist und auch sehr guenstig. Allerdings haette ich auf lange Frist ganz gern doch etwas mehr Kontakt zu Einheimischen. Das heisst, ich werd mich immer wieder mal nach Wohnungen umsehen.

Ja und zweitens muss ich mein Work Permit beantragen. Das brauch ich fuer die Zeit nach November, falls ich mich wirklich dazu entschliesse hier zu bleiben um ne Weile zu arbeiten. Diese Vorkehrung muss ich jetzt halt schon treffen, weil es in ein paar Monaten zu spaet waere. Die Behoerden brauchen ja schliesslich immer ne Weile.

Bis dahin werd ich mich mal wieder an ein 9to5 Leben gewoehnen. Gar nicht so einfach nach Fast 8 Monaten nix tun… und 4 Jahren Studium nix tun… und 13 Jahren Schule nix tun… Icon Biggrin in


9. Juli 2010 von Michael Zinreich
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