Whey, hab heute mein erstes Neuseeländisches Gehalt überwiesen bekommen. Wohoo, für irgendwas war es doch gut, dass ich im Dezember dieses Konto angelegt hatte. Fühlt sich irgendwie gut an, auch wenn ich für das Geld noch nicht viel gearbeitet hab, muss ich zugeben :-)

Naja wollt ich nur mal mitgeteilt haben. ^^

Ist ja schon ein wenig durchgeklungen bei manchen, dass ich angeblich Arbeit gefunden habe.
Und ja, stimmt auch, nach einem Monat doch relativ intensiver Arbeitssuche und mehreren Interview Stages, hab ichs wirklich geschafft einen Arbeitgeber zu finden.

Anstatt aber bei der Navy angeheuert oder in einer Brauerei eingecheckt zu haben, bin ich jetzt ganz schnoede mal wieder als Software Entwickler am Start.
Nicht spektakulaer, aber dafuer menschenwuerdig bezahlt und der Drehstuhl ist auch bequem.

Ausserdem haben die mir doch tatsaechlich so etwas wie einen unbefristeten Arbeitsvertrag gegeben, was so viel bedeuten koennte, dass ich hier solange bleiben koennte, bis ich wegen Filesharing gefeuert werde oder im Meer betrunken versinke.

Aber keine Sorge, das hab ich ja gar nicht vor. Ein wenig vernuenftige Erfahrung mit dieser Firma zu sammeln, ist allerdings dann auch keine schlechte Idee, schliesslich bekommt man solch eine Chance fuer eine Existenz am anderen Ende der Welt auch nicht jeden Tag geboten.

Nun gut, jetzt befinde ich mich ja erst mal in einer 3-Monatigen Probezeit, in der ich genug Zeit hab rauszufinden, obs mir hier gefaellt oder nicht. Bis dahin mach ich auch noch gar keine weiteren Zusagen fuer zukuenftige Planungen.

Da ja stets die Frage im Raum steht, wann ich denn endlich wieder komme, antworte ich hierauf einfach mal: “Wenn ich in 3 Monaten hier nicht mehr arbeiten sollte, bin ich zu Weihnachten daheim.”

Ok, wo arbeite ich denn jetzt?
Die Firma heisst “Cegedim” und hat ihren Hauptsitz in Frankreich. Ca. 8000 arme Seelen haben unter deren Dach eine Bleibe gefunden und versuchen jetzt gemeinsam fuer die Pharmaindustrie ein Customer-Relationship System zu entwickeln, welches den Aerzten irgendwann mal die ganzen gefaehrlichen Medikamente andrehen soll.
Die Moral des Ganzen moechte ich lieber nicht hinterfragen, aber wie heissts so schoen, ich war jung und brauchte das Geld. Ausserdem kann man so seinen Feind auch mal naeher kennenlernen. Hehe.
Entwickelt wird hier uebrigens in C#/.NET. Als ich bei 1&1 angefangen habe, hab ich auch gegen diese Technologie entwickelt und moechte diese Zeit auch als die schoenste bei 1&1 bezeichnen.
(Moegen mich Blitze treffen, fuer manche Abteilungsentscheidung, die ich danach so getroffen habe.)

Das Neuseelaendische Team besteht allerdings nur aus einer kleinen ca. 20 Mann Truppe und befindet sich in Auckland North Shore. Die meisten muessen in so Cubicals sitzen (kennt ihr aus den US Filmen) aber ich hab ein richtiges 4 Mann Buero bekommen. Also natuerlich mit drei anderen Leuten :-)

Macht soweit schon mal nen ganz guten Eindruck. Und damit ihr seht wie es da aussieht, und wie ich inzwischen mit abrasiertem Pornobalken aussehe, gibts ein Bildchen:

Ich mit meinem neuen Arbeitsplatz

Aufgeraumt: Noch siehts halbwegs sauber aus an meinem Arbeitsplatz... und nein, was ihr auf dem Bildschirm erkennen koennt, ist nicht das StudiVz sondern aeeeehhhh Arbeit... harte Arbeit

Ok wie gehts hier jetzt nun weiter?
Ich wohne momentan noch im Hostel. Das ist nicht weiters schlimm, weils sehr schoen dort ist und auch sehr guenstig. Allerdings haette ich auf lange Frist ganz gern doch etwas mehr Kontakt zu Einheimischen. Das heisst, ich werd mich immer wieder mal nach Wohnungen umsehen.

Ja und zweitens muss ich mein Work Permit beantragen. Das brauch ich fuer die Zeit nach November, falls ich mich wirklich dazu entschliesse hier zu bleiben um ne Weile zu arbeiten. Diese Vorkehrung muss ich jetzt halt schon treffen, weil es in ein paar Monaten zu spaet waere. Die Behoerden brauchen ja schliesslich immer ne Weile.

Bis dahin werd ich mich mal wieder an ein 9to5 Leben gewoehnen. Gar nicht so einfach nach Fast 8 Monaten nix tun… und 4 Jahren Studium nix tun… und 13 Jahren Schule nix tun… :-D

Jun 232010

In 13 Stunden solls angeblich soweit sein… mein letztes Interview… dieses mal mit ein paar ausgewaehlten Programmierern und dem Chef der R&D Abteilung. Hab mich jetzt mal wieder stundenlang in irgendwelche C# und Datenbank Sachen schlau gemacht und fuehle mich als wuerde ich gar nix wissen.

Aber nichts destotrotz wuerde ich mir gerne ein paar gekreuzte heimatliche Finger wuenschen, damit ich diesen Job bekomme. Fuer irgendwas muss sich der Aufwand die letzten 4 Wochen gelohnt haben!

Gut, es sollte ja inzwischen bekannt sein, dass ich meine Reisekasse gerne wieder etwas auffuellen moechte und deshalb nach Arbeit suche.

Dabei hab ich inzwischen schon einiges versucht und der momentane Status ist folgender: Ich bin immer noch arbeitslos. Aber das klingt jetzt vielliecht schlimmer, als es in Wirklichkeit ist, schliesslich suche ich ja nicht irgendeinen Job, sondern schon etwas “gescheits”.

Was “gescheits” ist hierbei ja entweder eine Brauerei oder als Software Entwickler. Alles andere faellt erst mal unter “Hilfsarbeit”.
Momentan befinde ich mich in der zweiten Interview Runde fuer einen PHP Entwickler Posten und dann noch fuer einen C# Entwickler Posten. Welche Technologie ich davon bevorzuge sollte eigentlich klar sein :-)
Beide Posten sind in jedenfalls in Auckland.
Eine weitere PHP Entwicklerstelle in Nelson hab ich da auch noch so halb in Aussicht momentan, aber da muss ich noch auf eine Antwort warten. Nelson wuerde mir deutlich besser gefallen als Auckland, drum hoffe ich da momentan auch noch auf eine Antwort. Am morgigen Montan muss ich jedenfalls erst mal zum Interview 2 fuer den C# Posten antreten. Den 2 stuendigen Programmiertest hab ich also wohl gut hinter mich gebracht. Morgen kommt ein Intelligenztest dran… wozu auch immer, weil jeder weiss doch dass Informatiker per Default schon ganz intelligente Menschen sind :-)

Aber auch eine kleine Brauerei hab ich noch in der Hinterhand. Dort koennte ich naechste Woche bereits anfangen, wenns denn Wahr ist, schliesslich sollte man hier unten nix als gegeben nehmen, solange man es nicht wirklich in der Hand haelt.
Dort kann man zwar nicht so wirklich viel Geld verdienen, aber dafuer klingen die Rahmenbedingungen so bescheuert lustig, dass es eigentlich ne schande waere, dieses Angebot fuer einen spiessigen, gut bezahlten Informatikerposten sausen zu lassen. Schliesslich gilt ja immer noch: “Um so duemmer sich was anhoert, um so besser isses am Ende”

Die Konditionen sind wie folgt:
Gehalt: 250 Dollar pro Woche fuer 16-20 Stunden Arbeit. Aufgaben: Bierbrauen, durch den Gaerkeller schlendern, sich hinter Faessern verstecken.
Unterkunft: Kostenlos in der Brauerei!
Essen: Inklusive Mittag und Abendessen
Trinken: Freibier soviel man moechte (Wohooo!)
Nebenjob Moeglichkeit: Im Juli fangen die Kuehe an zu kalben, da gibts dann viel zu tun in dem 430 Einwohner Kaff!

Mal ehrlich, das klingt wirklich irgendwie nach jede Menge Action. :-)

Ich bin gespannt was sich naechste Woche so ergibt. Aber egal wie es ausgeht, werde ich wohl in einer Woche dann langsam mal Arbeit haben.

Ich bin jetzt seit letztem Freitag wieder an Land und ich hab mich wirklich sofort daran gemacht Arbeit zu suchen. Nein, kein Rumgetroedel und so. Gleich drauf auf die Muddi! Deshalb bezeichne ich mich offiziell seid diesem Freitag als Arbeitssuchend. Die letzten 5 Monate lag ich der Allgemeinheit ja nicht zur Last! Aber jetzt… jetzt gehoere ich offiziell zu den anderen 4 Millionen Atzen, die irgendwo um Arbeit betteln muessen.

Und was soll ich sagen? Die erste Woche war ernuechternd. Die anfaengliche Motivation (“Ach spaetestens Morgen hab ich was”) und die Gehaltsvorstellungen (“Awas! Fuer weniger als 20 Dollar die Stunde fang ich gar nicht erst an zu arbeiten!”) sind erst mal der Realitaet gewichen (“Naja erst mal irgendwas suchen und wahrenddessen kann man immer noch die Arbeit finden, die einem Spass macht oder Geld bringt.”)

Ok es gibt also mehrere Kategorien von Arbeit.
Arbeit, die Spass macht (Brauereien),
Arbeit, die Geld macht (Software Entwicklung),
Arbeit, die wenig Geld macht (Alles andere)
Arbeit, die Arbeit macht (Baustelle),
Arbeit, die das Hostel kostenlos macht, (Zimmermaedchen),
Arbeit, die du nicht bekommst (Captain, Astronaut, Nachtclubmanager),
Arbeit, die du nicht willst (Fruitpicker, Wetterfee auf RTL2)
Arbeit, die gesundheitsgefaehrlich ist (Fischer, Stuntman, Gewinnerin des Grandprix d’Eurovison de la Chanson)
und Arbeit, die realistisch ist (Muscheln sortieren, Barkeeper)

Jetzt muss man also abwaegen. Klar kann man sich auf die Suche nach einem Job machen, der Spass macht und Geld bringt, aber das braucht Zeit und zwar meistens mehr als man hat oder aufwenden moechte. Schliesslich hat man ja nicht ewig Zeit.
Aber nach einer Woche in Panik auszubrechen ist natuerlich auch das Falsche.
Man erweitert nur seine Taktiken und wird kompromissbereiter. Inzwischen seh ich da kein Problem mehr zuerst fuer 2-3 Wochen und 15 Dollar im Warehouse zu arbeiten und dannach dann was abzugreifen, was spass machen koennte oder so.
Allerdings scheint Auckland auch nicht mehr die Goldgrube zu sein, die es mal war. Aber ich bin dran.

Ich bevorzuge immer noch eine lokale Brauerei. Danach kommt der Nachtclubmanager und der Softwareentwickler und dann alles andere. Kann doch nicht so schwer sein…

Eine Woche vor Weihnachten habe ich mich endlich mal dazu entschlossen Paihia zu verlassen und mich auf den Weg nach Kerikeri zu machen. Dieses verschlafene Örtchen liegt ca. 25km nördlich von Paihia und lässt sich per Anhalter so gut erreichen, dass man nicht mal den Daumen rausstrecken muss, sondern die Autos schon von selber anhalten um einen mitzunehmen. Sind schon freundliche Leute, die Netzwerktechniker von Neuseeland. Leider verneinte er meine Frage ob sie Arbeit für nen Softwareentwickler übrig haben.
Arbeit, dass ist nämlich der Hauptgrund für meine Reise nach Kerikeri, gilt der Ort doch als eine der Orte, an denen Fruitpicker gute Chancen haben sollen und vielliecht ja auch für andere Arbeit.

Inzwischen weiß ich: Das mit dem Fruitpicking stimmt zwar, aber erstens ist Dezember die falsche Saison und zweitens ist die Arbeitssuche kurz vor Weihnachten im ganzen Land eine auswegslose Situation!

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1 Tag 5 Stunden und grob 40 Minuten, dann isses Sonntag Nacht 23:59:59. Ich bin jetzt bei 81 Seiten und hab noch ca. 20 vor mir. Jedenfalls ist das meine Schätzung. Eine Überarbeitung mit Rechtschreibfehler finden und ausdrucken und Binden steht natürlich auch noch auf der Todolist. Noch ne Woche lang nur im Büro sitzen mach ich nicht mit. Was bis morgen Abend alles noch in der Arbeit landet is mir recht latte. Hauptsache ich komm endlich zum Ende. Fuck it echt.

Aber man darf einfach sein Ziel net aus den Augen verlieren. Ist ja dann auch wirklich vorbei. Was mir aber schon aufgefallen ist, man fängt an komische Musik zu hören wenn man abgeschottet von allem ist. Das liegt zum einen daran, dass man sich emotional sowieso nicht gerade in nem all zu euphorischen Zustand befindet, solange nicht das letzte Wort geschrieben wurde und weil Youtube einfach ein toller Zeitkiller ist. Gna.

Ein ordentlich er Backpacker in Neuseeland muss vorallem erst mal eines sein: Arbeitslos!
Und da am 30. September mein Studium und damit mein Arbeitsverhältnis bei 1und1 (Jaja eigentlich United Internet, my Ass) definitiv zu Ende sein wird, bedeutet dass auch erst einmal, dass sich der Staat einen Faulenzer mehr in die Statisktik schreiben darf. Heissa, werden sich streitsüchtige Bildzeitungsleser freuen, wieder mal über paar Schmarotzer mehr Abkotzen zu können. Pessimistische Bildzeitungsleser dagegen werden eher mal wieder dem Staat kopfschüttelnd den Bankrott erklären.

Für mich bedeutet das aber erst mal eins: Das erste Mal Arbeitsamt (Jaja eigentlich Agentur für Arbeit, my Ass). Ich hatte ja keine so Rechte Ahnung und kannte das Amt nur ausm Fernsehen und einem Kumpel der dort mehr oder weniger motiviert Arbeitet (Zitat während eines seiner Beratungsgespräche: “Bei dir wär auch das beste wenn man dich wieder in den Zug setzen würde, mit dem du hier her gekommen bist.”).

Vorallem dachte ich mal wieder, dass mir dort der Amtsschimmel mal wieder paar große Äpfel vor die Füße kacken wird. Aber hey, war eigentlich heut alles gar nicht so wild. Gut die ersten 2 Minuten im Arbeitsamt Karlsruhe waren etwas verwirrend, weil der Arbeitslosengeld I Schalter gleichzeitig der Empfangsschalter ist. Eine gewisse Ironie kann ich der Tatsache, dass ALG 1 die Eintrittskarte in das Arbeitsamt sein soll, nicht unbedingt entbehren.

Ausgestattet mit nem wichtig aussehenden Fragebogen zu meiner Person und Tätigkeit machte ich mich dann auch schon auf den Weg ins Wartezimmer. Genau an der Stelle hab ich die Bilder der Tagesschau im Kopf, bei dem in einem langen Flur aufgereiht bevorzugt Menschen mit Migrationshintergrund vor sich hinoxidieren und auf eine Gnadenaudienz beim König warten. Aber wahrscheinlich bezieht sich das nur auf die Abteilung für Arbeitslosengeld II Antränge, denn ich landete in einem großangelegten hellen Raum mit halbwegs bequemen Stühlen, Tisch und sogar nem Kugelnschreiber um das tolle Formular auszufüllen. So lies sich wenigstens die Wartezeit von 15 Minuten überbrücken, bis mich die nette Sachbearbeiterin an ihren Tisch gebeten hat.

Ich weiß nicht mehr genau, was sie letzendlich in ihren Rechner eingetippt hat, aber das war vermutlich auch gar nicht so wichtig angesichts der Tatsache, dass Sie mir von ihren Kindern erzählte (“Warum gibt man Pubertierenden Gören eigentlich 6 Wochen Sommerferien? Schlimm!”), mich über meine Zeit nach dem Studium ausgequtsche (“Jaa in Neuseeland sind gaaanz viele Deutsche inzwischen”) und schließlich noch Tips gegeben hat, wie ich dem Staat auch Finanziell als Arbeitslosender helfen kann. (“Sagen Sie dem Beamten auf keinen Fall, dass Sie bis Neuseeland nicht mehr wirklich arbeiten wollen, sonst gehen Sie leer aus!”)

Ja und nach 20 Minuten war die ganze Sache auch schon gegessen. Ich kenn jetzt den Unterschied zwischen Arbeitslos und Arbeitssuchend und wurde mal wieder daran erinnert, dass solche Aktionen stets nur am Ort des Hauptwohnsitzes beantragt werden können. D.h.: Geld gibts erst wenn ich in Gmünd das ganze Spielchen nochmal wiederhole. Und wer weiß, vielleicht hab ich ja Glück und kriege meinen unmotivierten Kumpel als Sachbearbeiter. Dann krieg ich vielleicht kein Geld, aber ein Zugticket an den Ort von dem ich gekommen bin.

Musik! Gestern zufällig über diesen Klassiker gestossen und dachte, ich könnte den doch mal posten. Einfach so, ohne weiteren Grund: Foreigner - I want to know what love is

Wenn jemand meint dir Vorzuschreiben was du machen sollst, soll er es doch bitte so machen, dass man es verstehen kann. Klare Aussagen treffen. Schwierig wird das, wenn der jenige der Vorschreibt weniger über das Fachthema weiß als du. Nochmal schwieriger wirds, wenn derjenige aber aufgrund seines Wissens über korrelierende Bereiche versucht voreingenommen dir klar zu machen was du tun sollst, ohne auch nur annähernd sich anhören zu wollen was du bisher erarbeitet hast, was aber notwendig wäre, damit man in die gleiche Richtung steuert. Entweder wir sprechen andere Sprachen oder es gibt Geheimnisse respektive Schwarze Magie, die ich nicht kenne und von der mir keiner was verraten will.

Ok ich bin net der beste im Erklären, aber da schein ich net der Einzige zu sein. Hauptsache man hört dir net zu. Ich mein hey, soll ich was selbstständig erarbeiten oder Befehle empfangen? Beides kann ich akzeptieren aber bitte net so ein Zwischending, bei dem ein Blinder Farben erklärt. oder leide ich an selbstüberschätzung höchsten Grades und sehe nicht, dass ich nichts kann? Das hier ist jedenfalls net meine Welt, die liegt 2 Büros nebenan…

13. September wird der schönste Tag meines Lebens. Echt jetzt.

Tocotronic - Der schönste Tag in meinem Leben

Zur Zeit isses ja schwer im Trend. Das Kündigen. Bevorzugt unschuldigen Mitarbeiten um sie danach als moderne Sklaven in Form von billigeren Zeitarbeitnehmern oder noch billigeren, nämlich kostenlosen Praktikanten wieder in die Herde aufzunehmen.

Aber darum solls heute gar nicht gehen. Keine Weltuntergangsstimmung auf Elchzone.de heute.

Nein es geht viel mehr um die notwendigen Kündigungen, die man vor einer solch langen Reise nach Neuseeland machen sollte, um nicht von Kosten im Heimatland aufgefressen zu werden. Die Kunst hierbei ist es einerseits keinen Vertrag zu vergessen und andererseits das alles auch noch fristgerecht zu erledigen. Wem von euch ist es noch nicht passiert, dass man es verrissen hat seinen Handyvertrag rechtzeitig zu kündigen und man nochmal 2 Jahre zu ungünstigen Tarifen bei Verbrecher Com oder Abzockerline bleiben musste?

Ich für meinen Teil glaube, dass ich jetzt abgesehen vom Handy jeden Vertrag soweit aufgelöst habe:

  • NEON-ABO: Ein Abo zu kündigen ist wahrscheinlich noch das unproblematischste. Jedenfalls läuft meine 1 Jahres Frist im August aus und danach kann ich zu jedem Monatsende kündigen. Hat super funktioniert, auch wenn die Zeitschrift super ist und ich sie eigentlich gern auch noch nächstes Jahr lesen will. Ging jedenfalls easy per E-Mail.
  • Fitnessstudio: Normalerweise auch eines der Beispiele für Knebelverträge und Laufzeiten, die weit über ein Jahr hinaus gehen. Welch Glück, dass ich von nem Arbeitskollegen damals einen Vertrag übernehmen konnte, bei dem ich ein monatliches Kündigungsrecht hatte. Und sind mer mal Ehrlich: Wer nicht ständig hingeht verarscht sich damit sowieso selbst. Deswegen kommt die Notbremse grad recht. Die Kündigung hab ich zur Sicherheit schriftlich durchführen lassen und persönlich abgegeben. Bei diesen Abzockern weiß man doch nie!
  • Bahn-Card: Auch so ein Ding bei dem man aufpassen sollte, nicht zu spät zu kündigen, weil sonst liegt ganz schnell die neue BC im Briefkasten und ob die in Neuseeland unbedingt anerkannt ist, wage ich mal zu bezweifeln. Da ich die erst heute gekündigt habe, kann ich dazu noch nicht viel sagen. Konnte man aber übrigens genau so wie das ABO per E-Mail bzw. eben Online erledigen
  • Online-Subscriptions: Ganz wichtige Sache, da hier wohl eine der größten Kostenfallen lauert. Geld für Onlinedienste auszugeben fühlt sich nicht richtig nach Ausgegeben an, so dass man es ganz schön schnell vergessen kann, dass man da eigentlich noch für den einen oder anderen Premiumdienst (z.b. um irgendwelche besonderen Artikel auf SPON.de zu lesen,  Plusmitgliedschaften in Communities wie XING, etc) jeden Monat Geld abdrückt.  Hier sollte man auf jedenfall seine Unterlagen genau durchforsten ob da nicht noch irgendwas auftaucht, für das man Geld bezahlt, ausser natürlich man ist im Ausland darauf angewiesen.
  • Hosting und Domainpakete: Den Punkt liste ich nicht bei den Online-Subscriptions auf,  da es für den Nicht-Laien (“Hä, dass ist doch auch nur so was mit Internet, das is doch alles das gleiche”) einerseits vom Wesen her schon mal nicht das selbe ist und andererseits weil es deswegen auch einen ganz anderen Stellenwert hat. An Domains und an Hostingpaketen hängt auch immer ein gewisser Content oder ein Datenstore dran. In diesem Fall www.elchzone.de. Da ich euch ja von Neuseeland aus berichten möchte und weil ich gerne auch irgendwo meine Bilder zwischenlagern will, kann ich schlecht meine Pakete kündigen. Auch mein Vater und die Speedbiebers würden sich nicht gerade freuen, wenn all der mühselig zusammengekommene Content auf ein mal weg wäre.
    Eines der Pakete ist dabei besonders kritisch, da es ein Mitarbeiterpaket ist und ich kann mir nicht vorstellen, dass die davon noch sehr überzeugt sind, wenn ich die Firma bald verlasse. Hmm naja mal sehen wie das laufen wird.
    Ich denke, da werde ich mich auf ein alternatives Finanzierungsmodell verlassen müssen, so dass jeder, dessen Seite ich hoste mir ein klein wenig Asche (<10 Euro) im Monat in die Hand drücken muss.
  • Handy und Internet: Ja das sind die beiden gefährlichsten Kostenfallen. Das Handy hab ich ja bereits erwähnt, aber auch das Internet verhält sich nicht anders. Lange Vertraglaufzeiten, evtl.  ungünstige Kündigungsfrisiten. Diesen Punkt bitte wirklich nicht unterschätzen. Da lauern die Kosten!
  • Wohnung: Ja ein fieser Punkt, an dem so viel mit dran hängen kann. Wer seine Wohnung kündigt, sofern er denn eine besitzt muss sich im Klaren sein, dass er seinen Scheiß irgendwo unterstellen muss. Und wer mit der Illusion “Die paar Sachen stell ich für das Jahr bei nem Kumpel unter, is ja nich so viel”, bei besagtem Kumpel klingelt, wird recht schnell merken, wie kurzlebig so manche Freundschaft fürs Leben sein kann.
    Nein im Ernst, wer die Wohnung kündigt braucht Stellplatz für Millarden Tonnen an Gerümpel. Es ist zwar ein Idealer Zeitpunkt zum Ausmisten, aber ein Bett ein Schrank und ein Schreibtisch sind nun einfach mal sperrig. Da kann man noch zehn mal die Vollständige Sammlung an Superman Comics entsorgen. Am besten ist natürlich der Lagerplatz Elternhaus, der kostet nix und die Eltern haben das Gefühl du wärst irgendwie noch da. Für alle, deren Eltern das aber gar nicht cool finden würden, bleibt nur ein Platz in einer Lagerhalle. Die kostet zwar nicht so viel wie ne Wohnung, aber wieder bleibt etwas weniger Geld im Sack, dass man in Thailand genau so gut einer Stripperin mit fragwürdiger geschlechtlicher Herkunft hätte zustecken können, wenn einem der Sinn danach stünde.
  • Der Sport-/Kegel-/Skatverein: In meinem Fall war es die Schiedsrichterrei im Handball, die es ebenfalls nicht zu vernachlässigen galt. Um in einem Jahr dort anknüpfen zu können, wo ich aufgehört hatte, musste ich mich für ein Jahr beurlauben lassen. Das ist jedoch ein Sonderprozedere für Schiedsrichter. Alle anderen Sportler zahlen aber ja doch vielleicht den einen oder anderen Jahresbeitrag für irgendwelche Vereine. Oder haben im schlimmsten Fall richige Verträge mit ihren Vereinen, falls ihre sportlichen Leistungen sogar so gut sind, dass der Verein dafür tatsächlich Geld ausgeben will. Damit bist DU also ja schon mal nicht gemeint. ;-)
    Achja ein weiterer Verein, der mein Geld nicht mehr bekommt und auch nie wieder bekommen wird ist die FUCK, die Faschistische Union chrsitlicher Kapitalisten. Früher bekannt als CDU. Kennt ihr vielleicht noch aus Funk, Fernsehen und der Bildzeitung. Aus dem Internet kennt ihr die bestimmt nicht, die haben ihre Negativschlagzeilen alle Zensiert.
  • Der Job: Oh fast hätte ich das wichtigste Vergessen. Klar, die liebe Arbeit. Der Hauptgrund warum man doch eigentlich weg möchte. Die zu Kündigen ist wirklich das Einfachste. Und man hat noch Optionen.
    Spektakulärer Abgang = Chef auf den Tisch kacken und die Kündigung als Segel an einem Mast reinstecken
    oder besser
    Sinnvoller Abgang = Fristgerechte schrftliche Kündigung, kombiniert mit ein paar freundlichen Worten und verbleibender Einsatzbereitschaft am Ende, um noch ein halbwegs gutes Arbeitszeugnis zu ergattern. Am letzten Tag das Bier und die Brezeln nicht vergessen.

So ich glaube, jetzt habe ich wirklich genug gekündigt. Vorerst jedenfalls. Falls mir noch was einfällt, gibts ein Update.

Ich muss sagen, so eine Reise ist schon  im Vorfeld ein ganz schönes Tabula Rasa für das Leben.

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