Aus Gründen der Vollständigkeit:

Nachdem meine Berichterstattung zur Bachelorabeit bei 8 Stunden zu Go jäh ein Ende gefunden hat, dachte ich mir jetzt muss ich doch noch den Rest der Geschichte erzählen.

Ich habe noch bis zum nächsten Morgen wie von der Tarantel gestochen Text in rauhen Mengen fabriziert und hab dann um 9.30 Uhr am Montag Morgen endlich den Print-Button betätigen können um das 127 Seiten starke Pamphlet endlich in meinen Händen zu halten. Ein Glück, dass ich den Montag Morgen zum Abgeben nutzen durfte.

Naja und das Update kommt halt erst heute, da ich die letzten Tage erst mal meine Ruhe haben wollte. Naja ok ist net ganz wahr, gestern gabs noch einige malzhaltige Erfrischungsgetränke um mich von meinen Kollegen auf Arbeit zu verabschieden.

Das Kapitel “1&1 und Berufsakademie” scheint damit nun vorerst einmal beendet zu sein. Studium endlich vorbei. Neuseeland damit Priorität Nummer Eins!
Naja ok, Scheisse posten soll auch nicht zu kurz kommen :)

Sep 132009

In 8 Stunden ist 24 Uhr. Alle Grafiken sind gemacht. Die Kapitel 3 bis 5 sind bei der Korrektur. 1 und 2 wurden ja schon erledigt. An dieser Stelle danke an Superfränk.

Einleitung, Abstract alles steht. Jetzt noch das letzte Kapitel voll fertig formulieren dann sollte es das gewesen sein.
Jedenfalls wenns dann korrigiert wurde und ich nen Purzelbaum durchs Büro gemacht hab. Zum Glück ist heute niemand im Büro :)

Sep 132009

Zwischenstand: 21 Stunden hab ich noch. Bin auf Seite 92 und merke gerade das mein Thema echt viel Dreck beinhält der einfach sinnlos ist. Also finde ich jedenfalls gerade so.

Überschriften und Themen wegstreichen ist cool!

1 Tag 5 Stunden und grob 40 Minuten, dann isses Sonntag Nacht 23:59:59. Ich bin jetzt bei 81 Seiten und hab noch ca. 20 vor mir. Jedenfalls ist das meine Schätzung. Eine Überarbeitung mit Rechtschreibfehler finden und ausdrucken und Binden steht natürlich auch noch auf der Todolist. Noch ne Woche lang nur im Büro sitzen mach ich nicht mit. Was bis morgen Abend alles noch in der Arbeit landet is mir recht latte. Hauptsache ich komm endlich zum Ende. Fuck it echt.

Aber man darf einfach sein Ziel net aus den Augen verlieren. Ist ja dann auch wirklich vorbei. Was mir aber schon aufgefallen ist, man fängt an komische Musik zu hören wenn man abgeschottet von allem ist. Das liegt zum einen daran, dass man sich emotional sowieso nicht gerade in nem all zu euphorischen Zustand befindet, solange nicht das letzte Wort geschrieben wurde und weil Youtube einfach ein toller Zeitkiller ist. Gna.

Langsam neigt sich die Zeit des Studium ja wirklich dem Ende zu. Der September ist offiziell der letzte Monat und damit ist auch die Abgabe der Bachelorarbeit eng verknüpft. 3 Monate hat man Zeit und meine Bearbeitungszeit endet damit am 13. September. Kalenderkunde erkennen, dass ist der kommende Sonntag. Und da der heutige Donnerstag erst 1 Stunde alt ist, bedeutet dies, dass ich noch 4 Tage habe um mein Wissen in diese Arbeit zu quetschen.
Leider lässt sich aus dieser Aussage schliessen, dass ich 4 Tage vor Abgabe noch nicht sämtliches Wissen darin untergebracht habe. Um genau zu sein, fehlt sogar noch ein ganz schön erheblicher Teil. Nicht so viel, dass es absolut unschaffbar ist, aber doch genug um vermutlich eine Sonntag 23:59:59 Uhr Abgabe Punktlandung zu machen.
Kurzum, die Spanne zwischen Punktlandung und Bruchlandung ist nicht gerade groß. 1 oder 0 eben. Aber nun gut, diese Situation ist mir ja nicht unbekannt. Unweigerlich musste ich gerade mal darüber nachdenken, wie ich denn bisher irgendwelche Projekte abgeliefert hab. Nun ja, eben als Punktlandung. Anstatt rechtzeitig aus dem Flugzeug zu springen um sich vom Fluss von Raum und Zeit richtung Zielgebiet treiben zu lassen, wird in bester Indiana Jones manier mit nem Schlauchboot rausgehechtet, dass sich während des Sturzfluges noch aufbläst ehe das Flugzeug ohne Sprit in den Berg kracht.
Und hey, die Geschichte muss weitergehen, der Hauptdarsteller kann schließlich nicht vor dem ersten Werbeblock schon den Löffel abgeben.

Ich muss sagen, diesen Schlauchboot trick hab ich inzwischen wirklich drauf. Ist aber auch kein Wunder, schließlich hat das schon in der Schule funktioniert, Projektarbeiten, Hausarbeiten und sogar im Abi. Ging meistens sogar so gut aus, dass man am Ende bessere Arbeit abliefert als manch einer, bei dem alles schön geordnet zu geht.
Glücklicherweise hatte ich in der Schule nen Lieblingsprojektpartner, dessen Arbeitsweise genau meiner entsprach. Quasi ein Projektarbeits-Dreamteam.
Jedesmal wenn wir uns die Frage stellten, warum wir denn immer alles auf den letzten Drücker, Last-Minute erledigen müssten und nicht mal rechtzeitig abgeben können, war seine Antwort stets der Titel eines Songs von Mick Jagger und Dave Steward: “Old Habits die hard” – Alte Gewohnheiten sterben schwer.
Für diesen widerlichen Pragmatismus könnt ich ihm heute eine reinhauen. Natürlich stimmt der Satz und ich mag ihn auch, aber leider redet man damit eigentlich nur eine Sache schön: Faulheit.

Manch andere sagen: “Ich kann nur unter Druck gut arbeiten.” Auch das ist nichts anderes als ein schön geredetes “Ich bin faul”.

Ja ist Faulheit denn Schlimm? Nein, eigentlich nicht, jedenfalls wenn man mit den Konsequenzen klar kommt und die sind eindeutig: Nachtschichten, viel Kaffee, schlechte Laune und das Gespenst der Deadline, die ihren Namen nicht ohne Grund trägt. Unter diesem Druck arbeitet man natürlich gut, weil man sonst gar nicht, ergo nicht gut arbeiten würde. Qualität ist eben relativ.

Aber was will man dagegen machen, so hat mans gelernt und so hatte man Erfolg. Alte Gewohnheiten sterben schwer. Also sitzt man eben wieder mal 4 Tage vor Abgabe eingebunkert in seinem Büro, hasst sich selber, erzeugt relative Qualität und hofft auf ein gutes Ergebnis. Nur noch ein letztes mal, dann wäre es endlich geschafft. Hoffentlich auch dieses mal.
Und wie wärs dann damit endlich mal die Faulheit abzulegen und sich an Terminpläne zu halten? Äh, daraus wird wohl nichts werden. Schon vergessen? Alte Gewohnheiten sterben schwer und der Tod ist eine Konsequenz von Misserfolg. Was schließen wir daraus? Ich müsste bei dieser Bachelorarbeit auf die Fresse fallen, die Deadline verpassen und nicht bestehen. Die Konsequenzen wären ein Todesurteil aller Zukünftigen Pläne und die Einzige Hoffnung auf Besserung in diesem Punkt. Aber möchte ich diesen Preis bezahlen? Nein, eigentlich nicht, denn man kann mit seiner Faulheit ja umgehen und wird stets Mittel und Wege finden. Alte Gewohnheiten sterben auch deswegen schwer, weil man genug Maßnahmen kennt um diese am Leben zu erhalten. Jeder ist eben sein eigener Persönlichkeitsarzt.

Und so verordne ich mir jetzt einen kleinen Pulsbeschleuniger in Form von Koffein, damit die Faulheit auch dieses Jahr wieder glücklich Geburtstag feiern kann. Wie da gefeiert wird? Na in bester Miss Sophie Manier natürlich: “Same procedure as every year”! Und die ist wirklich auch nicht tot zu kriegen.

Und klar gibts das Lied zum Post. Ehrensache. Das Video ist ziemlich crappy. Den Song mag ich trotzdem noch. Mick Jagger und Dave Steward - Old habits die hard

Bis nächste Woche gilt folgendes Motto:

VERFICKTE BACHELORARBEIT SUCKS BALLZ!

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