Ja täglich finde ich noch irgendwo Bilder aus besseren Tagen, als ich nicht der Arbeit frönen musste, sondern noch frei durch die Meere treiben konnte. Einer der gängigsten Vergleiche, die im Bezug auf Freiheit herangezogen werden, ist es frei wie ein Vogel zu sein.
Da kommt es doch gerade gelegen, dass ich ein paar Bilder aus dem Spätsommer im Fiordland gefunden habe, die sich alle mit Vögeln beschäftigen. Hauptsächlich handelt es sich bei den gezeigten Vögeln zum “Mollymawks”, die eine Art Albatross sind und mit ihren dunkelen Augenbrauen sehr lustig aussehen, wenn sie dem Boot hinterher plantschen. Sobald sie sich in die Lüfte erheben schwenkt dieses Bild dann doch eher in etwas majestätisches um, was wohl hauptsächlich an den 3 Metern Flügelspannweite liegt.

Anyway. Bilder, jetzt!

Fiordland, NZ 2010

Spätsommer im Fiordland: Falls es jemand nicht mehr genau weiß. Fiordland, das war das hier

 

Mehr Bilder gibts nach dem Klick.
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Nov 092010

Es muss morgens 4:30 Uhr gewesen sein, als an jenem 9.November 2009 mein Wecker klingelte. Dieser Morgen war anders als all die anderen davor. Nicht nur, dass ich um diese Uhrzeit eigentlich eher nach Hause komme anstatt aufzuwachen. Auch schien die Situation etwas speziell. Ein vollbepackter Rucksack, ein leergeräumtes Zimmer und dieser mysteriöse Umschlag mit Flugtickets und notierten Abflugzeiten deuteten deutlich darauf hin, dass ich die Heimat wohl für eine ziemlich lange Zeit verlassen werde.
So ging es damals zum Stuttgarter Flughafen. Ohne rechten Plan was die nächsten Monate bringen werden, aber dafür mit nem ordentlich flauen Magen sollte ich mich von meinen Eltern verabschieden, durch die Sicherheitsschleuse treten um anschließend im Flieger Richtung San Francisco zu sitzen.
Was folgte war ein Kulturschock in den Staaten, paradiesische Zustände auf Fiji und einer Umsegelung Neuseelands, die tiefe Eindrücke hinterlassen sollte.

Das alles begann vor genau einem Jahr.

Heute ist es also genau auf den Tag her, dass ich auszog um die Welt zu retten und bisher noch nicht zurück kam. Eigentlich kann ich mir gerade gar nicht vorstellen, dass ein Jahr, also 365 Tage, schon wieder vorbei sind. So schnell? Das kann doch irgendwo gar nicht sein. Aber ein Blick in meine Reisenotizen, die ich täglich mache bestätigen, die Tatsache, dass ich bereits so lange Deutschland, die Heimat, Freunde und Familie nicht mehr gesehen habe.
Schlimm? Nein. Bedauerlich vielliecht, aber schlimm auf keinen Fall. Schließlich habe ich mir es selber so rausgesucht und vielleicht insgeheim auch schon immer so gewollt.
Für die meisten Menschen ist ein Jahr Auszeit genau das was es beschreibt. Ein Jahr mal Raus aus dem Alltag und den Spielregeln. Danach gehts aber wieder Brav zurück an den Platz im System, da wo ein Rädchen eben hingehört.
Ich habe die Regeln meiner Auszeit gebrochen und beschlossen, die Auszeit einfach zur Regel zu machen. Warum denn auch nicht? Es gab schließlich nichts zu verlieren. Aber hätte ich das vor einem Jahr schon so sagen können? Wohl nicht.
Die Gründe warum ich heute noch in Neuseeland bin sind nicht die selben warum ich Deutschland verlassen habe.
Weg wollte ich, weil ich Urlaub brauchte, Ruhe und Zeit zum Nachdenken, Sortieren und neu Anfangen. Um rauszufinden, was ich überhaupt mit dieser Welt machen möchte, die einem doch so offen steht. Schließlich hat man spätestens nachm Studium doch sämtliche Vorraussetzungen beisammen, um überall auf dieser Welt nicht in der Gosse landen zu müssen.
Aber nicht wieder gekehrt bin ich bisher, weil der Horizont plötzlich so viel größer als noch vor einem Jahr erscheint.
Ansich ist dieses Gefühl ja nichts ungewöhnliches, wenn man Reisen geht. Ich nehme mal an, dass mir jeder Traveller dies bestätigen kann. Wo sonst erlebt man täglich etwas neues und meist völlig unglaubliches?
Aber für einige Menschen ist dieser erweiterte Horizont eben so etwas wie eine Offenbarung, die einen inneren Drang nach Flexibilität und Sorgenlosigkeit befriedigt. Wenn der Drang danach morgens nicht zu wissen, was am Abend passieren wird oder was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet größer ist, als Sorgen um Zukunft, Altersvorsorge und einem Leben in Reichtum und Luxus, dann kann man diese Aspekte wohl getrost unter dem Begriff “Freiheit” zusammenfasssen. Freiheit und Sicherheit stehen sich nunmal diametral gegenüber und irgendwo dazwischen muss jeder für sich seine Balance finden. Für mich liegt diese definitiv mehr auf der Freiheit, da ich finde dass man als freier Mensch automatisch auch sicher ist, wenn auch auf eine andere Art wie sich das jemand vorstellt, der sich mehr an bestehenden Werten festhält.
Es mag schwer zu vermitteln sein, aber nach ein paar Erlebnissen auf der Straße, egal ob gute oder schlechte, lernt man vorallem: “Es geht immer weiter”. Und ja! Das tut es. Sogar besser, als wenn man gefangen ist in vermeintlicher Sicherheit.

“Aber, aber”!, könnte man jetzt sagen. Große Worte für jemand, der sich in Neuseeland eine 9-to-5 Office-Job in einer der weltweit stärksten IT-Firmen geholt hat.
Stimmt, sind es. Aber habe ich vor für immer hier zu bleiben? Arbeite ich für diese Firma, weil ich mich in Neuseeland niederlassen möchte, heiraten, 2 Kinder machen und ein Haus kaufen will? Oder mache ich es doch eher schlichtweg, weil das Abenteuer für mich noch gar nicht vorbei ist? Vielleicht auch einfach nur, weil ich kann?
Letztendlich sind die Gründe unwichtig, solang man erkennt, dass man alles machen kann was man möchte und wo man möchte, wenn man nur die Eier hat es durchzuziehen.
Wenn nicht, ist das deine Sache, aber ich habe mein mein Büro lieber am Strand unter Palmen als in nem Hochhaus in Stuttgart.

Das letzte Jahr war für mich wie ein Beweiß über Annahmen, was man im Leben als wichtig erachten sollte. Oder was ich als wichtig erachte. Ein Leben nach dem Terminkalender, ein Leben in einer politisch, wirtschaftlich und juristisch komplexen Umgebung wie der Europäischen Union, ein Leben um der Arbeit und des Konsums willen, das einem nicht mehr Freiraum lässt, als es die neueste Überwachungsphantasie unseres verängstigsten Staatsapparates auf sich hat, gehört nicht gerade zu den Dingen, die das Lebens lebenswert machen.
Hier draussen sieht man auch wie es anders gehen kann. Selbst der schnöde 9-to-5 Job ist hier unten nicht mit Deutschland vergleichbar und wenns schon allein daran liegt, dass man auch wirklich nur 7,5 Stunden am Tag arbeitet. Und wenns mir hier mal nicht mehr gefällt, dann mache ich eben wieder was anderes. Segeln vielliecht. Wer weiß das schon. Machbar ist alles und Verpflichtungen habe ich ja keine. Also warum nicht.
Versteht mich net falsch. Ich will hier keine Faulheit propagieren, da ich davon nichts halte. Ich habe einfach nur das Gefühl, einer obskuren unsichtbaren Macht die von unserem Umfeld ausgeht das Heft aus der Hand gerissen zu haben, welches die Geschicke des eigenen Lebens steuert.

Und das gebe ich jetzt so schnell auch nicht mehr her, auch wenns eines Tages mal schief gehen sollte. Aber wie gesagt, “es geht immer weiter”.

365 Tage weg aus Deutschland. Bisher wars großartig. Nicht nur, weil es hier unten so schön ist, sondern auch weil ich immer noch von genug Leuten aus der Heimat Kontakt habe und mich das auch schon durch so manche Phase der Heimweh oder sonstige Zweifel gebracht hat. Danke schön dafür an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen.
Na dann, mal sehen wie es weiter geht hier unten. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich da nicht so ein paar Ideen hätte. Aber trotzdem stimmts immer noch: Ich komm ja wieder. Irgendwann…

Fefe hat heute einen Interessanten Artikel aus der Zeit im Angebot, den ich hier einfach posten muss. Anita Blasberg und Götz Hamann berichten ueber die aktuelle Situation der Redaktionen, der Journalisten und wie die Verlage mit ihnen inzwischen umgehen. Nicht nur die Tatsache, dass Journalismus nur noch wie Ware gehandelt wird und einen Marktwert hat ohne den Wert fuer die Gesellschaft zu beachten erschuettert. Auch, dass viele Journalisten von ihrer Arbeit nicht mehr leben koennen und unter miserablen Bedingungen gar nicht mehr in der Lage sind, richtigen Qualitaetsjournalismus zu liefern stimmt nicht gerade Gluecklich.

Journalismus unterliegt heute vielerorts denselben Gesetzen wie Stahl in der Autoindustrie: Er ist Material und damit ein Kostenfaktor.

Jeder der Ab und zu mal noch ne Zeitung in der Hand haelt, sollte sich mal die 20 Minuten Zeit nehmen und den Artikel lesen. Fuer mich selbst war das Thema ja bereits etwas bekannt, aber wahrscheinlich sind sich viele Leute nicht darueber im Klaren wie es um den Printjournalismus in Deutschland steht. Dabei nicht vergessen: Die Presse soll eigentlich das Kontrollorgan unserer Gesellschaft sein und ihrer Misssteande sein. Auch diese Frage wird im Artikel gestellt.

Link: Die Zeit: “Deutschland, entblättert” (via Fefe)

Folgendes Video habe ich auf der Seite www.rettedeinefreiheit.de entdeckt und beschreibt noch einmal wunderbar den Irrsinn, den unsere Regierung momentan vollführt. www.rettedeinefreiheit.de ist ein Projekt von Alexander Lehmann, der vorallem durch das Du bist Terrorist Video bekannt geworden ist.

Also auch hier gilt wie immer: Anschauen, Kotzen und weiterverbreiten um den Leuten fucking-verdammt-nochmal die Augen zu öffnen!!! Keine Chance dem antidemokratischen Gebahren der Union!

Link: Direktrettung deiner Freiheit

Tja nun isses also so weit. Die Staatsanwaltsschaft Karlsruhe hat wegen Besitz von kinderpornographischem Material Anklage gegen Jörg Tauss von der Piratenpartei erhoben. Spiegel Online berichtet:

Gegen den inzwischen zur Piratenpartei gewechselten Politiker bestehe "der hinreichende Verdacht", zwischen Mai 2007 und Januar 2009 in 102 Fällen kinderpornografische und jugendpornografische Dateien "erlangt, weitergegeben und besessen zu haben", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Tauss habe sich in 95 Fällen insgesamt 228 solche Bild- und Videodateien verschafft und auf seinem Mobiltelefon abgespeichert.

Ich möchte das ganze an dieser Stelle noch nicht Kommentieren, da ich die Sachlage als sehr kritisch einschätze. Klar hat er sich mit dem Besitz strafbar gemacht. Aber diese Debatte um Tauss geht ja weniger um den Besitz ansich, als die Gründe des Besitzes. Und die sind natürlich auch wirklich interessanter. Aber wahrscheinlich wird das für seine Reputation inzwischen auch hinlänglich sein.

Musik: Pink Floyd - Come on Number 51. Your time is up

Jo, da ich gerade mit einer wirklich wunderbaren Magenverstimmung, vermutlich ausgelöst von einem traumhaften Sauerbraten am gestrigen Abend, mehr oder weniger nur rumliege war heute wunderbar viel Zeit mal wieder einige Feeds abzuarbeiten und es waren ein paar interessante Sachen dabei, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Los gehts mit der Politik (Hey, erst die Arbeit dann das Vergnügen)

Wahlkampf mit Zensursula. Die gar nicht so stumme Ursel hat eine Kindertagesstätte besucht und dabei mal wieder nicht alle Medien mit ins Haus gelassen. Und wer musste draussen bleiben? Ha, die Herren vom Spiegel Magazin und die sind ja nicht gerade dafür bekannt unbedingt schlechtes über die schwarze Pest zu schreiben.

Link: Direktspiegelzensur

Angebliche Stimmzettelmanipulation im Saarland. Also entweder übertreibt die SPD und möchte mit dem Thema nur von der eigenen Unfähigkeit ablenken oder die CDU hat schiss, dass sie bald nicht mehr die erste Geige im Saarland spielen darf. Auslöser sind die Stimmzettel, auf denen der Pfeil “Sie haben eine Stimme” bis in das Feld des obersten Wahlkandidaten reicht. Na, und wer steht ganz oben auf diesen Stimmzetteln? Wer??? Richtig! Der konservative schwarze Block!
Lustig zum lesen, hilft ausserdem bei Magenverstimmungen, dank Brechreizerleichterung.

Link: Direktstimmzettelmanipulation

Die Junge Union Rinteln (Niedersachsen) überklebt Plakate der Piratenpartei. Impulsive Jugend hin oder her. Was sagt diese Aktion über den “demokratischen Nachwuchs” der Christdemokraten aus? Zumindest mal zwei Dinge: 1. Man fürchtet sich vor den Piraten. 2. Mit demokratischen Werten haben diese Bettnässer nicht wirklich viel am Hut! Wurden von ihren Parteisugardaddys wohl nicht vernünftig erzogen.
Aber wie soll die Erziehung auch wirken, wenn der Nachwuchs sieht, wie bei den Altvorderen mit Dreck geworfen wird? Eine Mutter mit ner Kippe in der Fresse und nem blauen Auge kann ihrem Sohn auch schwer klar machen, dass Rauchen schädlich ist. Hier gehts um Glaubwürdigkeit mehre Damen und Herren! Zum Glück bin ich dem Verein noch rechtzeitig wieder ausgetreten.

Achja, an alle JUler die hier mitlesen: Mit einer Mail an euren Vorstand und dem Inhalt “Ich trete mit sofortiger Wirkung aus der Jungen Union aus” könnt ihr ganz einfach das selbe tun!

Link: Direktplakateüberkleben

Zwei wichtige Petitionen, die Unterstützt werden müssen! Zum einen gehts um die “Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages – Reden nicht mehr zu Protokoll geben“, bei der es darum geht, dass die Politiker ihre Reden nicht mehr einfach zu Protokoll gegeben werden. Da geht es im Endeffekt darum, dass viele Themen gar nicht wirklich im Bundestag besprochen werden, sondern im Protokoll halt eine Rede dazu simuliert wird. Das kann natürlich kein guter Weg sein demokratie zu machen. Aber so kann man halt ganz schnell nachts um 2 Uhr noch 80 Gesetze beschließen, ohne dass jemand anwesend ist. Lustige Sache. Also Wehren!!! Und wer nicht unterschreiben möchte, dann bloggt bitte wenigstens über diese Petitionen. Um so mehr Links um so besser!

Die zweite Petition handelt folgendes Thema ab: “Bankenwesen – Keine verdachtsunabhängige Weitergabe von Daten an andere Staaten“.
Für die, die nichts darüber wissen: Die EU hat sich lange dagegen gewehrt, den USA Bankdaten, Transfers etc weiterzugeben. Aber das war mal. Inzwischen biedet sich die EU den USA regelrecht an, in dem sie ein umfangreiches System entwickeln um den USA genau diese Daten zu übermitteln. Und das natürlich mal wieder ohne großartige Kontrolle. Hurra! Jeder Deutsche, der keine Amerikanische Hafennutte sein möchte, sollte hier unterschreiben!

Link: Petition Nummer 1: Keine Reden zum ProtokollLink: Mehr zum Thema "Reden zum Protokoll"

Link: Kein verdachtsunabhängiger Datentransport im BankenwesenMehr zum Thema "Bankdaten"

Freiheit statt Angst – Demo am 12.09.09 in Berlin
Die Demo “Freiheit statt Angst” zum Thema Sicherheit und Überwachung, die mitte September in Berlin stattfinden wird, soll ihre Wirkung nicht verfehlen und dementsprechend viele Demonstranten mobilisieren. Im FoeBud Shop können zu diesem Zweck Sticker, Flyer und Plakate zum Nulltarif ohne Versand erstanden werden. Gestaltet eure Stadt doch mal mit diesen weiß-roten Plakaten und vergesst nicht ein paar CDU Plakate zu überkleben!

Link: FoeBud-Shop StickerdirektlinkLink: Mehr zum Thema "Freheit statt Angst"

Last but not least – Don’t even reply: E-Mails from Hell
Ja die Welt ist schlecht, wie spätestens seit den hier aufgelisteten Links bekannt ist. Und um den ganzen Internetausdruckern mal wieder etwas Fahrwasser zu geben, zeigt die Website Dontevenreply.com wie hervorragend dieser rechtsfreie Raum Internet für wundervolle Pranks verwendet werden kann, bei deinen der Autor auf Kleinanzeigen per Mail auf eine etwas eigenwillige Art antwortet. Ich weiß nicht wie echt diese dort gelisteten Mailverkehre sind, aber lustig zu lesen sind sie allemal. Jedenfalls die meisten.

Link: Don't even reply - E-Mails from an Asshole

So, das solls gewesen sein für heute. Genug Links für einen Tag.

Quatsch, einer fehlt doch noch:

Maestro? Musik! Cream - Politician (Live)

Im Lawblog gibts einen wunderbaren Kommentar zu den neuesten Aussagen von Zensursula von der Leyen, welche sie in einem Interview beim Hamburger Abendblatt abgeliefert hat. Kleiner Ausschnitt gefällig?

abendblatt.de: Sie argumentieren, Grundregeln unserer Gesellschaft müssten online wie offline gelten. Warum sperren Sie dann nicht auch Internetseiten, die Nazipropaganda verbreiten oder Gewalt gegen Frauen verherrlichen?

Von der Leyen: Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.

Geil geil geil! Endlich wird auch der ganze andere böse Rest im Internet zensiert und hoffentlich auch bald mit dem passenden Strafmaß bewertet: Der Todesstrafe!

Rio Reisser sang mal:

Sag mir eins, ha'm die da oben Stroh oder Scheiße in ihrem Kopf?

Egal, der Lawblog betrachtet die ganze Thematik mal wieder sehr gut und geht vorallem auf das Thema Grundgesetz, Grundrechte und vorallem die Menschenwürde, sowie die Angriffe durch von der Leyen auf genau die selbe.
Ist ein etwas längerer Artikel, aber wirklich lesenswert. Einer der Besten auf dem Gebiet in letzter Zeit und nicht so unreflektiert, wie den Mist, den ich euch hier vorsetze :-)

Link: Direktmenschenwürdeverletzungen im Lawblog

Tja und obwohls eigentlich nicht dazu passt, ich ihn jetzt hier aber schon erwähnt habe. Nun also auch als Musik zum Post:

Der Rauchhaussong von Ton Steine Scherben

Ok das Teil ist eigentlich schon über 12 Jahre alt. Damals hat John Perry Barlow, der Ex-Songwriter von Greatful Dead und Mitbegründer der Electronic Frontier Foundation eine Unabhängigkeitserklärung für den Cyberspace entwickelt. Diese ist zwar eigentlich mehr als Aufruf zu lesen, enthält aber alles was sich heute genau so top aktuell liest wie damals.

Zuerst wollte ich ja den ganzen Text hier quoten, aber denke ein Link ist doch sinnvoller, deswegen hier nur ein kleiner Auszug:

Regierungen leiten Ihre gerechte Macht von der Zustimmung der Regierten ab. Unsere habt Ihr nicht erbeten, geschweige denn erhalten. Wir haben Euch nicht eingeladen. Ihr kennt weder uns noch unsere Welt. Der Cyberspace liegt nicht innerhalb Eurer Hoheitsgebiete. Glaubt nicht, Ihr könntet ihn gestalten, als wäre er ein öffentliches Projekt. Ihr könnt es nicht. Der Cyberspace ist ein natürliches Gebilde und wächst durch unsere kollektiven Handlungen.

Direktunabhängigkeit, (via Heise)

Musik zum Eintrach:
Screenatorium - Second Chances

Hölle ja! So schnell kanns gehen. Vor ein paar Wochen hab ich angefangen mich ernsthaft mit dem Thema Flugroute zu beschäftigen. Ist schließlich ein elementarer Bestandteil der Reise. Wenn man schon einmal um die halbe Welt reist, kann man auch genau so gut die halbe Welt auch besuchen und nicht nur darüber hinweg fliegen.  Außerdem ist der Flug dann gleich viel teurer und wie wir aus der Bullyparade wissen ist man dann auch gleich viel wichtiger! Nein also diese ganze Stopoverfliegerei hat wirklich den Nachteil, dass man evtl an Orten landet, die halt doch nicht so ganz billig sind, aber ich schätze, dass sollte es Wert sein.
Um den Geldbeutel nicht gleich in den ersten Wochen zu sprengen hab ich mich für zwei Zwischenziele und maximal 14 Tage Reisezeit bis zur endgültigen Ankunft in Neuseeland entschieden. Soweit die Vorgaben an mich selbst. Das nächste Problem ist dann natürlich wie rum fliege ich?Richtung Osten oder Westen?

Klar ist: Richtung Osten gehts schneller, allein schon weil man gegen die Drehrichtung der Erde fliegt. Außerdem muss man nicht über die Datumsgrenze fliegen. Andererseits könnte man auf ziemlich harten Boden treffen wenn der Vogel runterkommt und dabei paar unschuldige Han-Chinesen erwischen, die gerade dabei sind Uigurische Extremitäten auf Ebay zu verhökern oder dem einen oder anderem iranischen Zensurmullah ein Triebwerk zwischen die Kiemen rammen.  Und die Schäden zahlt keine Krankenkasse der Welt!
Allerdings könnte man auch wundervolle Kulturen wie die Arabischen Emirate kennenlernen, in Dubai vom höchsten Turm der Welt springen oder gegen einen Rolls Royce pinkeln ohne, dass es den Besitzer interessieren wird.  Oder wie wärs mit dem herrlich exotische Treiben südasiatischer Städte wie Bangkok, wo echte Männer noch wie Frauen aussehn oder Kuala Lumpur, wo man vom zweit höchsten Turm der Welt… Reizvoll in jeder Hinsicht ist diese Route auf alle Fälle. Achja und günstig isses soweit auch noch. Unter 900 Euro für Frankfurt – Auckland klingt nach einem fairen Angebot, dass selbst Burger King nur schwer unterbieten kann. Relativ gesehen versteht sich.

Die Alternative ist der Weg über den Westen, den großen Teich, die USA formerly known as Weltmacht und den anderen großen Teich bis Neuseeland.
Wenn hier ein Flugzeug vom Himmel fällt bekommts entweder keiner mit und man wird nass oder es werden ein paar unschuldige Araber wegen dir hingerichtet, so einfach ist das. Leider ist der Flug minimal teurer. Naja ok eigentlich gleich teuer. Aber man fliegt länger und verliert nen Tag, da man ja über die Tagesgrenze hinaus muss. Aber was soll ich sagen:  Anstatt mich den fremden Kulturen in Asien hinzugeben fröne ich lieber dem Flug nach Westen. Warum?

Nun, ganz bestimmt nicht, weil ich nicht nach Asien möchte. Im Gegenteil. Kulturell gesehen ist ganz klar die Ostroute die bessere und spannendere. Die USA sind ja doch eben wie wir ne westliche Nation und Neuseeland gehört schließlich auch zum Commonwealth. Wäre da nicht eine kleine Sache, die sich Ozeanien, genauer Fiji aka Paradis nennt. Ich musste schlichtweg abwägen was ich möchte. Und da war klar: Ich brauche erst mal eine kleine Pause von allem. Ich möchte nicht gleich im Trubel der Exotik, dem Rausch des Fremden und dem Süßsauren Geruch asiatischer Köstlichkeiten versinken; nicht ohne vorher mich mal zurückgezogen zu haben. Ich denke diese Reise verdient es, einmal tief Luft zu holen bevor es ins Abenteuer geht. Und diese Luft werde ich auf Fiji atmen.
Am Strand liegen, Aus Kokosnüssen trinken und im Blick auf endlos strahlendes blaues Wasser versinken.  5 Tage lang kann mich die Welt offiziell am Arsch lecken. Dann werde ich ausziehen um sie zu erobern!

Der Weg nach Fiji wird mich jedoch in einer Stadt vorbei bringen, die seit langem auch zu meinen Traumzielen gehört. San Francisco. In welcher anderen Stadt soll man den amerikanischen Traum der golden Age of 60ties and 70ties suchen, wenn nicht gerade dort. 10 Tage Frisco als Appetizer auf all die bevorstehenden Zeiten in fremden Welten.  10 Tage voller amerikanischem Wahnwitz und Größenwahn. Aber auch 10 Tage Lebensgefühl einer verflossenen Zeit, die ich nie erleben konnte, aber wie so viele suchen und nicht in seiner ursprünglichen Form finden werde. Ich hoffe wenigstens eine eigene Interpretation zu finden. Das wäre schon mal ein Anfang. Und wie heisst es doch schon so schön in “Fear and Loathing in Las Vegas”

Strange memories on this nervous night in Las Vegas. Has it been five years? Six? It seems like a lifetime -- the kind of peak that never comes again. San Francisco in the middle sixties was a very special time and place to be a part of. But no explanation, no mix of words or music or memories can touch that sense of knowing that you were there and alive in that corner of time and the world. Whatever it meant. There was madness in any direction, at any hour... You could strike sparks anywhere. There was a fantastic universal sense that whatever we were doing was right. And that, I think, was the handle -- That sense of inevitable victory over the forces of old and evil. Not in any mean or military sens; we didn't need that, our energy would simply prevail. We had all the momentum; we were riding the crest of a high and beautiful wave... So now, less than five years later, you can go up on a steep hill in Las Vegas and look west, and with the right kind of eyes you can almost see the high water mark -- that place where the wave finally broke and rolled back.
Die Flugroute nach Auckland gestaltet sich aller Voraussicht nach nun wie folgt:

  • Montag, 09.11.09 in Stuttgart nach London Heathrow (Noch nicht gebucht)
  • Montag, 09.11.09 10:40 Uhr GMT Abflug London Heathrow (British Airways mit einer Boeing 747) nach San Francisco Intl Airport. Flugzeit: 10 Stunden 55 Minuten.  Ankunft am Montag, 09.11.09 13:35 PST
  • Donnerstag, 19.11.09 16:15 Uhr PST Abflug San Francisco Intl Airport (Quantas mit einer McDonnell Doughlas MD-80) nach Los Angeles Intl Airport. Flugzeit: 1 Stunde 30 Minuten. Ankunft am Donnerstag, 19.11.09 17:45 Uhr PST
  • Donnerstag, 19.11.09 22:30 Uhr PST Abflug Los Angeles Intl Airport (Quantas mit einer Boeing 747) nach Nadi Intl Airport auf Fiji. Flugzeit: 10 Stunden 45 Minuten. Ankunft am Samstag, 21.11.09 05:15 Uhr IDLE
  • Donnerstag, 26.11.09 08:45 Uhr IDLE Abflaug Nadi Intl Airport auf Fiji (Quantas mit einer Boeing 737) nach Auckland Airport, Neuseeland. Flugzeit: 3 Stunden 05 Minuten. Ankunft am Donnerstag, 26.11.09 um 12:50 Uhr NZST

Ja so ist der aktuelle Stand um den Flug. Einen Rückflug hab ich übrigens noch nicht gebucht. Warum? Naja sagen wir mal so:

"Ich könnte das tun. Aber viel lieber würde ich das nicht tun."
Das hat noch Zeit. Erst mal hinkommen bevor ich schon wieder ans wegkommen denken muss. Während ich diesen Blogeintrag geschrieben hab, stand ich übrigens in regen Kontakt mit Bethany Hoskin, meinem  personal Travel Manager aus London. Über die Firma Flightcentre.co.uk hab ich den ganzen Spaß nämlich nun organisiert. Bin wirklich zufrieden mit denen. Die hat sich ziemlich viel Mühe gegeben und mir auch ein gutes Angebot rausgesucht. Mussten noch paar Sachen wegen Vorabbuchung klären und so. Muss sagen, so schnell hab ich noch niemand auf Mails reagieren sehen. Die macht sogar mir angst ;)

Die weite Welt ist damit wirklich ein ganz großes Stück näher gerückt. I like!

Fefe hat dieses interessante Video aus dem Bundestag online gestellt in dem Herr Tauss von der Piratenpartei ein paar schöne Worte gegen die CDU und die Missstände in unserem Land verliert. Leider sind nicht besonders viele “alte Herren mit Kugelschreibern” (Zitat Tauss) anwesend und manche meinen sogar lieber telefonieren zu müssen als dem Herrn da vorn zuzuhören, aber immerhin kann man so wunderbar sehen wie usnere Demokratie mit Füßen getreten wird. Die Typen da sind genau so realistisch wie Ufos und Kornkreise!

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