In der Tasman Bay am obersten Zipfel der Südinsel war ich ja im März/April des letzten Jahres. Der Bericht dazu schwirrt hier auch irgendwo im Archiv rum und somit ist auch bereits alles gesagt. Allerdings hab ich noch ein paar Bilder gefunden und ein paar dieser Fundstücke sind durchaus als “Fies” einzustufen. Ganz ehrlich, was hab ich mir bei der verdammten Friese und dem Bart eigentlich gedacht? Ich schau heute die Bilder an und frage mich nur, wie hatte ich damals die Eier so badass Assi rumzulaufen. Ein wenig vermissen tu ich es ja schon … :-)
Nach dem Klick erwarten euch also ein paar schöne Eindrücke der Tasman Bay… und vielleicht auch ein paar weniger schöne :-)

Rose Maree at Tasman Bay

Nicht tot zu kriegen: Ständig fallen mir noch mehr Bilder der Rose Maree in die Hand, auch wenn der Trip schon ganz schön lange zurück liegt.

 

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Man sagt ja, dass es Maenner die mal auf der See waren, immer wieder zu ihr zurueck kommen werden. Und so liegt es auch nahe, dass man sich immer in der naehe von Schiffen rumtreibt.
Aus diesem Grund war ich letztes Wochenende in Whangarei um Bernie und Brian und der Rose Maree mal wieder einen Besuch abzustatten.
Die gute ist zur Zeit in der Werft um mal wieder ein paar Wartungsarbeiten vorzunehmen und neuen Antifoul aufzubringen. Alles ganz normal. Die Arbeit faellt bei Booten eben alle 1/2 Jahre an.

Rose Maree on the Slip

Auf dem trocknen: Wenn so ein Boot mal ausm Wasser ist, sieht man erst wie riesig so ein Teil eigentlich ist. Kaum vorzustellen, dass dieses Ungetuem von gerade mal 2 Maennern gebaut wurde. Rechts am Rand sieht man auch den Vergleich zu einer Menschengroesse. Das Gelbe Dhingy, welches davor liegt, hab ich in der Nelson Marina versenkt, als ich meine Bilder und meinen MP3 Player ins Nirvana geschickt hab.

Mit jeder Menge Neuseelaendischer Bierspezialitaeten bepackt, hab ich mich auf den Weg zu den beiden Herren gemacht. Samstags sind wir nur ums Boot herum gewesen und eben so erzaehlt, was die letzten Monate so passiert ist, seit wir uns das letzte mal gesehen haben. Manche moegen es auch Seemannsgarn nennen.

Aber trotzdem hatte ich noch etwas Zeit mit der Handy Cam ein paar Bilder zu machen, um euch auch mal nen Eindruck zu geben wie es unter Deck aussieht. Leider funktioniert der Panorama Mode nicht so ganz wie ich es mir vorstelle, weshalb die Uebergaenge manchmal etwas komisch aussehen. Aber man bekommt dennoch einen Eindruck denke ich.

Saloon

The Saloon: Fangen wir doch mit dem Wohnzimmer an.Der Blick ist von der Kueche aus gesehen. Im Hintergrund wuerde es in Brians Koje gehen, aber da hat der Foto komische Sachen gemacht. Auf der linken Seite hab ich geschlafen, auf der rechten Romain. Neben den Betten konnte man dann noch recht gut sitzen und auch schlafen, wenn man ne entsprechende Vorrichtung gegen das Runterfallen angebracht hat. Der Tisch in der Mitte ist zusammenklapp bar.

Einfach ins Bild klicken, falls man zu wenig erkennen kann.

Companionway

Companionway and Galley: Auch dieses Bild erfordert wieder ein wenig Phantasie. Diesmal hab ich mich einfach um 180 Grad gedreht und die Kueche, den Aufgang und einen Teil vom Charttable fotographiert. Fuer ein Boot ist das absoluter Luxus. Normale kleine Nussschalen haben vielliecht ne kleine Kochniesche. Wir hatten ne Kueche, Arbeitsflaeche und nen richtigen Kuehlschrank. Man beachte das Topfhalterungssystem. Das ist auf jeden Topf exakt angepasst. Da klappert nix, die sind Bombenfest. In anderen Schuesseln scheppert das immer so furchtbar.

Galley/Charttable

Charttable: Dieses Mal die Kueche von der anderen Seite mit besserem Blick auf den Charttable. Brauch ja nicht erwaehnen, dass der Panoramamode wieder mal faxen gemacht hat. Links gehts in den Saloon. Rechts gehts raus und hinter mir rechts gehts in Bernies Koje.

Image454

Brians Koje: Kleiner Blick ins Reich von Brian. Ja spartanisch gehts am Ende zu. Immerhin hat er ein grosses Bett.

The Heads

The Heads: Oder eben Bad! Ja spartanisch, aber alles was man braucht. Das Klo sieht uebrigens so futuristisch aus, weil das Teil von Hand betrieben wird. Man sieht in der Mitte so nen Hebel. Der ist fuer die Pumpe, welches eure feinsten Exkremente ins Meer befordert, um dort als Fischfutter zu enden. Dieser Fisch wird dann von einem groesseren Fisch gefressen. Dieser wiederum von uns geangelt und wieder gegessen. Und so funktioniert das mit dem grossen Kreisslauf :-)

Weil ich heute nur Tocotronic gehoert habe, fiel mir auf, dass ich deren ihre Alben gar nicht auf der Rose Maree dabei hatte und somit logischerweise auch nicht das Lied “Sailor Man” hoeren konnte. Naja, mach ich das eben jetzt.

Damit nicht alle denken, dass waere nur ausgedacht mit den ganzen Seekarten und so, nein wir haben die wirklich benutzt!

Bernie the Navigator

Jede Zeit hat ihren Soundtrack. Zu jedem Moment gibt es Lieder und Musik die einen begleitet und die Stimmungen in bestimmten Momenten verstaerken oder in die richtige Richtung lenken kann. So ist Musik oefters fuer Gluck und Schmerz verantwortlich als man das im ersten Moment denken mag. Und so hat auch die Zeit auf der Rose Maree ihren eigenen Soundtrack. Dieser ist ziemlich bunt gemischt und folgt keiner bestimmten Richtung, da ich mich hauptsaechlich durch die Musiksammlung von Bernie und Brian gehoert habe, die sehr vielfaeltig ist.
Ich dachte mir, ich suche einfach mal ein paar der Lieder bei Youtube zusammen, die wir an Bord sehr viel gehoert haben. Leider konnte ich nicht zu allen Liedern auf Youtube was finden, und zu anderen Liedern hab ich nur Liveversionen gefunden.

Aber macht ja nix. Soll ja auch nur nen kleinen Eindruck geben.

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Jun 102010

Selbst das Fiordland kann trotz seiner extremen Auspraegungen nicht ewig unsere Heimat bleiben. Klar ist dort alles schoen gewesen, aber auf dauer macht einem der Regen und die Einsamkeit dann doch zu schaffen. Das Holz faengt an zu quellen, die Vorraete gehen zur Neige und dass die Schneegrenze immer weiter nach unten faellt, animiert auch nicht gerade. Zeit also diesen Ort zu verlassen und uns auf ins Paradies von Neuseeland zu machen. Die Tasman Bay. An der nordspitze der Suedinsel findet man diese grosse Bucht, die sich um Nelson, das staedtische Zentrum dieser Region legt.
Tasman Bay ist gleich fuer mehrere Sachen beruehmt: Die meisten Sonnentage Neuseelands, das mildeste Klima, Anbaugebiet fuer Hopfen und Wein. Nirgendwo in Neuseeland gibts mehr Brauereien und Winzereien. Und natuerlich der Abel Tasman National Park, der mit seinen Wanderwegen zu den beliebtesten Urlaubszielen auf den Inseln zaehlt.

Aber bevor ich euch jetzt von den goldenen Straenden erzaehle, schauts euch selber an:

Anchorage in Tasman Bay

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Jun 092010

Der beliebteste und touristisch am besten erreichbare Teil des Fiordlands ist der “Milford Sound”. Warum das so ist, kann man verstehen wenn man dort ist. Extremere Steilwaende wie hier gibt es glaube ich an wenigen Orten. Und dann waere da ja noch dieser Wasserfall. Ausserdem ist Milford nicht so komplex wie die anderen Fiorde, die aus vielen kleinen Armen und Inseln bestehn. Milford wirkt also auch von Land aus bereits spektakulaer, ohne dass man ein Boot benoetigen wuerde um die wahre Schoenheit der Gegend begreifen zu koennen. Aber trotzdem ist eine Bootsfahrt in Milford waermstens zu empfehlen!!!

Das ist ja immer das Paradoxe. Waehrend wir an Land wollen, wollen alle anderen immer raus aufs Wasser. Wir waren dagegen eher froh die Milford Lodge aufsuchen zu koennen um das erste mal seit 1 Monat und Stewart Island wieder mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Es war also keine grosse Ueberraschung, dass Romain, Bernie und Ich jeden Abend am Hostel mit mehreren Flaschen Wein die Party gerockt haben :D Jedenfalls bis Bernie von nem betrunkenen 120kg Maori-Fischer mal fast auf die Fresse gekriegt hat, aber das war halb so wild.

Aber gut, wird Zeit euch zu zeigen, wie es aussieht, wenn die Natur auf LSD ist.

Milford Sound

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Neben Doubtful Sound bilden Dusky, Breaksea und Wet Jacket Arm den groessten Komplex im ganzen Fiordland mit vielen kleinen Inseln, Resolution Island und den tiefen Fjorden.

Uebersichtskarte Dusky Sound, Fiordland, Neuseeland

Hier haben wir ueber Zwei Wochen verbracht und wahrscheinlich haette mans hier auch noch deutlich laenger ausgehalten, aber irgendwann muss man ja doch mal weiterziehen.

Auch wenn der Ort eigentlich nur aus Wasser und Wald besteht, so ist er auch Geschichtlich interessant. Captain Cook hoechstpersoenlich erkundete Dusky Sound im 18. Jahrhundert und nutzte Pickersgill Harbour fuer wichtige Geographische Messungen und als Homebase. Ist ja klar, dass man am selben Punkt ankern muss wie damals einst die grossen Entdecker. Aber auch Walfang wurde hier unten kraeftig betrieben und obwohl heute hier niemand mehr wohnt, kann man immer noch hier und da Ueberbleibsel von kleinen Siedlungen oder Walfangstationen sehen.

Breaksea Sound

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Romain hat im Facebook ein Video von unserer Ankuft an Puysegur Point hochgeladen. Das ist der Suedwestlichste Punkt der Suedinsel. Um dort hin zu gelangen muss man von Stewart Island aus die Foveaux Strait durchqueren, die als einer der gefaehrlichsten Meeresengen der Welt gilt. Erst 2006 sind Sechs Fischer dort in nem Sturm umgekommen. Und Sturmwarnungen hats eigentlich taeglich fuer diese Gegend.
Bei unserer Durchquerung wars etwas angenehmer und als wir im Sonnenaufgang endlich am Puysegur Point waren, hat das alles auch deutlich spektakulaerer ausgesehen. Das Video ist zwar etwas dunkel, aber gibt einem doch einen kleinen Eindruck ueber die Umstaende. Die rote Muetze die man da mal kurz sieht, bin uebrigens ich :-)

Wenn mir jemand im November gesagt haette, wo ich mich Mitte Februar befinden werde, haette ich ihm wahrscheinlich gesagt, dass die Idee zu segeln toll ist, aber wie soll ich das denn bitte anstellen?

Jetzt, da wir schon die erste Haelfte Neuseelands hinter uns haben und dank notorischem Suedwest Wind in der Fovaeux Strait seit 2 Wochen ergebnislos in Dunedin rumhaengen, kann ich die freie Zeit doch genau so gut fuer eine Retrospektive nutzen. Und wirklich viel hab ich ja auch noch nicht ueber die Rose Maree erzaehlt.

Und weil viel Bla bla Text eh wieder keinen Interessiert, gibts Bilder. Lesefaules Volk! :-p
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